Metten/Regen
Vater aus Regen will Kinder aus der Donau retten und wird abgetrieben

01.07.2019 | Stand 18.09.2023, 3:48 Uhr


Ein Familienvater aus Regen ist am Sonntag beim Versuch, seine Kinder aus der Donau zu retten, selbst von der Strömung erfasst worden. Einsatzkräfte konnten ihn nicht mehr finden. Die Polizei geht davon aus, dass der 46-Jährige ertrunken ist.

Das Unglück passierte gegen 18.30 Uhr bei Metten (Landkreis Deggendorf). Eine syrische Familie aus Regen verbrachte den Nachmittag an einem unbewachten Badeplatz am linken Donauufer bei Schalterbach, zwischen Metten und Deggendorf.

Als die vier Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren beim Baden am Ende einer Buhne in Gefahr gerieten, sprangen der Vater und ein Bekannter der Familie ins Wasser und brachten die Kinder ans rettende Ufer. Während der Rettung des 18- jährigen Sohnes, der bereits zu ertrinken drohte, wurde der Vater von der Strömung des Flusses erfasst, in Richtung Deggendorf abgetrieben und aus den Augen verloren.

90 Einsatzkräfte suchen den Familienvater

Nach Verständigung der Polizei wurde sofort die temporäre Einstellung des Schiffsverkehrs auf der Donau veranlasst. Sämtliche in kurzer Zeit verfügbaren Kräfte von Polizei, Wasserwacht, BRK und Feuerwehr - insgesamt etwa 90 Einsatzkräfte - wurden bei der Suche nach dem abgetriebenen Mann eingesetzt, darunter auch Rettungstaucher, Diensthundeführer und ein Polizeihubschrauber, sowie die Wasserschutzpolizei aus Deggendorf.

Der 46-jährige Vater konnte bislang nicht gefunden werden und dürfte laut Polizei höchstwahrscheinlich ertrunken sein. Seine Familie, die 36-jährige Mutter mit den vier Kindern, wurde vor Ort von den Einsatzkräften und später im Klinikum Deggendorf betreut und ambulant versorgt. Die Suchmaßnahmen nach dem Vater werden am Montag unter der Regie der Wasserschutzpolizei Deggendorf fortgeführt.

− kke