Pfarrkirchen

Nach dem Schnee kommt jetzt das Wasser

03.02.2023 | Stand 24.03.2023, 11:34 Uhr

Deutlich höher als normal ist der Pegel der Rott inzwischen überall unterhalb des Rottauensees, so etwa hier in Brombach. Bis heute Abend wird der Fluss noch weiter ansteigen, aber die Situation ist laut Wasserwirtschaftsamt unkritisch. −Foto: red

Die starken Schneefälle am Donnerstag wirken nach: Nach den zahlreichen Verkehrsbehinderungen auf den Straßen gilt die Sorge im Landkreis Rottal-Inn jetzt drohenden Überschwemmungen wegen der Schneeschmelze und Bäumen, die umfallen könnten.



Noch am Donnerstagabend haben Mitarbeiter des Pfarrkirchner Bauhofs mit Unterstützung der Feuerwehren mehrere Straßen gesperrt. Dort drohten Bäume auf die Fahrbahn zu stürzen. Nicht passierbar sind nach Angaben der Stadt weiterhin die Gemeindeverbindungsstraßen Lanzing-Einbach-Oberham, Degernbach-Brombach, Haberbach-Gschwendt-Reith sowie die Waldstrecke Ottenöd-Holzleiten. Allerdings verbessert sich die Situation in den Wäldern offenbar zusehends. „Der Wind wird nicht so stark wie gestern noch vorhergesagt, und die Bäume laden den Schnee schnell ab“, sagt Bauhofleiter Siegfried Waschlinger nach den ersten Erkundungsfahrten am Freitagmorgen. Gesperrt werden mussten laut Polizei auch die Strecke Nöham-Benk, in Dietersburg die Fahrbahn bei Waldhiebl sowie die Ortsverbindungsstraßen Schornbach-Peterskirchen und Lindberg-Peterskirchen; in Triftern die Ortsverbindungsstraße Mayerhof-Rabensham und die Fahrbahn bei Hochholz sowie im Marktgemeindebereich Bad Birnbach die Kreisstraße PAN3 bei Grottham.

Eingesetzt waren zur Beseitigung der Behinderungen, zur Schadensminimierung, Überprüfung und Bestandsaufnahme Kräfte der örtlichen Feuerwehren, Mitarbeiter der jeweils zuständigen Bauhöfe sowie die Polizei. Nach deren Angaben sind durch die Schlechtwetterlage keine Personen zu Schaden gekommen.

Auf die Schneefälle vom Donnerstag folgt jetzt das Hochwasser. Der Pfarrkirchner Bauhof hat am Freitagmorgen damit begonnen, einige Straßen und Wege wegen der zu erwartenden Überflutung durch die Rott zu sperren: Radweg mit Flutmulde in Rott, Gemeindeverbindungsstraßen Hofroth-Untergaiching-Rottbrücke in Hofroth und Pfarrkirchen-Mahlgassing-Untergrasensee, die Uferwege an der Rott zwischen Pfarrkirchen und Postmünster sowie die Flutmulde in Degernbach.

Beim Wasserwirtschaftsamt bewertet man die Situation trotz der schnellen Schneeschmelze aber als „unkritisch“. Die Zuflüsse zum Rottauensee würden ansteigen, weshalb man auch etwas mehr Wasser ablassen müsse, sagte Marijana Schmidt, zuständige Abteilungsleiterin für den Landkreis Rottal-Inn. Die Rede ist von 30 bis 50 m³/Sekunde. Im Laufe des Freitag würde der Pegel noch steigen. Mit dem Höhepunkt rechnet Schmidt im Laufe des Abends. Dann geht nach ihrer Einschätzung das Wasser zurück. „Und am Samstag sollte alles vorbei sein.“

− wa