Osterhofen
Umgang mit Smartphone: Digitaltrainer Daniel Wolff hilft Schülern der LRR

22.12.2022 | Stand 17.09.2023, 6:59 Uhr |

Den Richtigen Umgang mit dem Handy hat Digitaltrainer Daniel Wolff (2.v.r.) den Schülern gelernt. Direktor Andreas Schaffhauser (v.l.), das Mitglied der erweiterten Schulleitung Dominik Schwarz, und Manuela Kiermayer aus dem Vorstand des Kinderschutzbund Osterhofen hatten die Veranstaltung organisiert. −Foto: hef

Um die Schüler der Landgraf-Leuchtenberg-Realschule über die Gefahren, aber auch die Vorteile des Smartphones aufzuklären: Digitaltrainer Daniel Wolff hat am Donnerstag mehrere Vorträge in der Stadthalle gehalten.

Weil auch Erwachsene noch mehr zu diesem Thema lernen können, fanden im Anschluss eine Lehrerfortbildung sowie ein Elternabend statt. Das Digitaltraining war nur möglich, weil der Kinderschutzbund Osterhofen die Finanzierung der Veranstaltung übernommen hat.

Vielleicht kommt der Medienpädagoge und Digitaltrainer Daniel Wolff einigen bekannt vor, denn: Er war bereits mehrmals im Fernsehen bei der ARD zu sehen, im Radio zu hören und in der Süddeutschen Zeitung zu lesen. So wurde auch Manuela Kiermayer vom Kinderschutzbund Osterhofen auf ihn aufmerksam. „Ich war begeistert.“ Als Dank dafür, dass die LLR jedes Jahr für den Kinderschutzbund Spenden sammelt, finanzierte der Verein den Tag zum Thema: „Mehr Digitaler Durchblick“. Der Kinderschutzbund hilft nicht nur bedürftigen Kindern.

Veranstaltung an Altersstufen angepasst

Drei Workshops inklusive Vortrag hatte Daniel Wolff für die Schüler vorbereitet – immer an die jeweiligen Altersstufen angepasst. Die Jüngsten, welche an diesem Tag die 5. und 6. Klassen waren, beschäftigten sich mit dem Thema „Sicher im Internet – sei smarter als dein Smartphone“. Wolff machte die Schüler auf verschiedene Möglichkeiten aufmerksam, wie sie ihre Privatsphäre schützen können. Wo liegen die Fallen bei WhatsApp, TikTok und YouTube? Mehr Privatsphäre sei häufig schon mit ein paar Klicks in den Einstellungen möglich. Immer wieder bezog Wolff die Schüler in seinen Vortrag mit ein, stellte persönliche Fragen: Welches Alter geben Schüler an, um die Apps mit Altersbeschränkungen auch nutzen zu können? Der Rekord: 94 Jahre. Er warnte sie auch vor Erpressung, die häufig mit unachtsam ins Internet gestellten Inhalten geschehe. Die 7. und 8. Jahrgangsstufe lernte, wie „das Smartphone schlau und glücklich macht, anstatt dumm, dick, krank, faul und traurig“. Die 9. und 10. Klassen gingen der Frage auf den Grund: „Welchen Infos kann ich heute noch trauen? – in einer Zeit von Fake News“.

Der Elternabend sollte den Erziehungsberechtigten einen Einblick in die digitale Lebenswelt ihrer Kinder geben. „Als Unterstützung für eine sichere und kompetente Mediennutzung der Kinder“, beschreibt Wolff. Dazu zeigte er praktische Tipps – die sofort anwendbar waren. Direktor Andreas Schaffhauser zeigte sich dankbar, dass der Kinderschutzbund diesen Tag ermöglichte. „Es ist ein sensibles Thema, bei dem Verbote alleine nicht reichen“, sagte er. Eine offene Beziehung zu den Kindern und ein gestärktes Vertrauensverhältnis zu Eltern und Lehrern seien wichtig.