5:4 in Augsburg mit viel Straubing-Power
Tigers-Wahnsinn: Straubing dreht 1:4 bei den Panthern in einen Sieg – „Wichtig für die Playoffs“

24.02.2023 | Stand 25.10.2023, 11:00 Uhr |

Wow: Luke Adam traf in Augsburg 110 Sekunden vor Schluss zum 4:4 – am Ende gewannen die Tigers 5:4. −Foto: Harald Schindler

Schreib’ den Tiger niemals ab: Die Straubinger haben am Freitagabend bei ihrem Duell in Augsburg das Kunststück fertig gebracht, einen 1:4-Rückstand nach dem 2. Drittel noch in ein 5:4 zu drehen.

„Wir haben nie den Glauben an uns verloren, dieser Sieg ist enorm wichtig für die Playoffs“, sagte ein begeisterter Tom Pokel bei magentasport nach heißen 60 Minuten, „ich bin stolz auf dieses Team.“ In den letzten Minuten „explodierte“ dieses Match vor 5547 Fans: Zunächst egalisierte Luke Adam mit einem eher harmlosen Schuss zum 4:4 (58:10) – Pokel hatte Goalie Florian Bugl da schon vom Eis genommen –, dann netzte Taylor Leier aus schier unmöglichem Winkel zum 5:4 ein (58:50) und die Tigers hatten das Match gedreht. Doch die Augsburger feierten 32 Sekunden vor Ende noch einen Treffer, doch die Schiedsrichter gaben das Tor von Terry Broadhurst zurecht nicht, weil der Amerikaner den Puck klar mit dem Schlittschuh ins Tor gelenkt hatte.

Ausgleichende Gerechtigkeit für die Niederbayern, denn die Schiedsrichter erkannten das Tor zum 3:1 an, obwohl Justin Volek den Puck samt Goalie Bugl und Verteidiger Benedikt Kohl in den Kasten bugsierte – trotz Kontrolle des Video-Bildes ließen sich die Unparteiischen nicht umstimmen.

400. Scorerpunkt für Festerling



Aber auch die Tigers präsentierten sich in den beiden ersten Dritteln nicht ganz auf der Höhe des Geschehens: Beim 1:0 durch Drew Leblanc hatte die Tigers-Abwehr zweimal die Chance, den Puck zu klären (08:04). Und nach dem feinen Ausgleich durch Garrett Festerling (18:53; sein 400. Scorerpunkt in der DEL) mit einem Rückhandschuss ließen sich die Straubinger 13,7 Sekunden vor der Drittelpause noch ein Tor von den Panthern durch Sebastian Wännström einschenken. Auch im 2. Abschnitt brachte das Pokel-Team nichts Nennenswertes zustande, die Hausherren erhöhten eben durch Volek und David Warsofsky (39:03) auf 4:1 – doch dann zeigten die Tigers ihre Krallen: Joshua Samanski (41:49), Marcel Brandt (47:10) sowie Adam und Leier drehten das Match noch in einen großen Sieg.