Beamte trotz Bodycam beleidigt
Braubursche vertrug Bier am Karpfhamer Fest nicht: 4000 Euro Geldstrafe

15.03.2023 | Stand 17.09.2023, 0:59 Uhr |

Von dem unschönen Verhalten des Brauburschen auf dem Karpfhamer Fest gab es auch Aufnahmen mit der Bodycam. −Symbolbild: Gerleigner

Das Amtsgericht Passau hat einen Brauburschen wegen Widerstandes und Beleidigung auf dem Karpfhamer Fest inzwischen zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Das teilten die Beamten am Mittwoch mit.



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In der ersten Septemberwoche des vergangenen Jahres fand das erste Mal nach der Corona-Pandemie wieder das Karpfhamer Fest statt. Das Fest war sehr gut besucht und die Polizei hatte mehrfach Probleme mit allzu betrunkenen Besuchern. Bei einem dieser Problemfälle handelte es sich um einen jungen Mann aus dem Raum Passau. Der jungen Mann pöbelte ohne Not Polizisten an, die auf dem Festgelände auf Streife unterwegs waren.

Die Beamten gingen auf den jungen Mann nicht ein und empfahlen ihm, er solle friedlich bleiben und die Beamten in Ruhe lassen. Der Braumälzer ließ nicht locker und belästigte weiter die Polizisten, sie wären sowieso unfähig und er würde gerne mal in der Ausnüchterungszelle schlafen. Deftigere Ausdrücke hatte der Auszubildende dann auch noch in seinem Repertoire. Weil er den Anweisungen nicht folgte, wurde der Randalierer in Gewahrsam genommen.

Polizei erfüllte ihm Wunsch nach Übernachtung in Ausnüchterungszelle



„Die Polizei erfüllte schließlich seinen Wunsch und brachte ihn in die Ausnüchterungszelle, der Braumälzer vertrug offenbar kein Bier“, so ein Polizeisprecher. Auf dem Weg dorthin beleidigte er die Beamten noch mit vielen Kraftausdrücken und leistete mehrfach Widerstand. Von dem unschönen Verhalten gab es außerdem Aufnahmen mit der Bodycam. Der Staatsanwaltschaft Passau wurde eine Strafanzeige wegen Widerstandes und Beleidigung vorgelegt. Das Amtsgericht Passau erließ nun auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl in Höhe von 4000 Euro, der Strafbefehl ist mittlerweile rechtskräftig.

− ce