Gemeinderat
Aholming stellt sich der Feuerwehrhaus-Frage

27.03.2024 | Stand 27.03.2024, 15:40 Uhr |

Das Gerätehaus der Feuerwehr Tabertshausen: Ein Neubau ist notwendig, heißt es im Besichtigungsprotokoll. − Foto: Gerl

Um die Feuerwehrhäuser in Aholming und Tabertshausen ist es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Aholming am Montag im Rathaus gegangen.



Bei der Gemeinde hat die Feuerwehr Aholming die Beschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs beantragt. Und auch an den Feuerwehrhäusern in der Kommune muss etwas passieren – sie sind teils sanierungsbedürftig, teils reicht der Platz nicht aus. Der Gemeinderatssitzung wohnten deshalb zahlreiche Mitglieder der örtlichen Feuerwehren bei.

Bürgermeister Martin Betzinger trug mit Blick auf den Antrag einige Aktenvermerke vor. Im Juli 2020 sei vermerkt worden, für Tabertshausen und Neutiefenweg könne möglicherweise ein gemeinsames Feuerwehrhaus entstehen, vorausgesetzt die Wehren seien damit einverstanden. Eine Umsetzung sei, je nach Finanzlage, in den folgenden fünf bis zehn Jahren angedacht gewesen. Für das neue Fahrzeug würden heuer Mittel im Haushalt eingeplant.

Bauhof soll zuerst neu gebaut werden



Bezüglich der Feuerwehrhäuser verwies Betzinger auf den geplanten Bau des neuen Bauhofs, der zuerst vonstattengehen solle. Auch die höhere Kreisumlage bereite der Gemeinde Sorgen. Aber: „Der Wille ist da“, sagte der Bürgermeister. „In Tabertshausen kommt nur ein Neubau in Frage.“ In Aholming müsse man die Vorgaben berücksichtigen – ob eine Erweiterung oder ein Neubau auf einem anderen Grundstück erfolgen werde, könne er im Moment nicht sagen, so Betzinger. Was sich die Gemeinde leisten könne, spiele hierbei in jedem Fall eine Rolle.

Dr. Peter Kraut erklärte anschließend die Vorgeschichte zu den festgestellten Mängeln an den Feuerwehrhäusern. Seit die Bedarfsplanung 2020 erstellt worden sei, sei nichts Weiteres passiert, bemängelte er. Eine Planung für das neue Fahrzeug und die baulichen Maßnahmen gehörten veranlasst. Konrad Seis merkte an, dass die Anschaffung des neuen Fahrzeugs um die drei Jahre dauern werde – „das ist eine lange Zeit“. Auch solle die Kommune an Tabertshausen denken.

Feuerschutz in der Gemeinde ist gegeben



Der Bürgermeister meinte dazu, die Ausrüstung der Wehren sei derzeit ausreichend, der Feuerschutz in Aholming sei gegeben. Alles andere wolle die Gemeinde nach und nach, in den nächsten zwei bis drei Jahren auf den Weg bringen. Die Gemeinde versuche, Grundstücke im Gewerbegebiet zu verkaufen und so Einnahmen zu generieren, allerdings gestalte sich dies derzeit schwierig – und auch für Straßenbau und Kanal würden finanzielle Mittel benötigt.

Herbert Gerl, zugleich Vorsitzender der FF Tabertshausen, schilderte die Situation aus Sicht seiner Wehr und zählte die Mängel im Feuerwehrhaus auf: Es fehlen Absaugung, Notstrom und Schulungsraum, die Heizung sei nicht ausreichend, die Risse im Feuerwehrhaus so groß, dass man teils nach draußen sehen kann, berichtete Gerl. Laut Besichtigungsprotokoll sei ein Neubau anzustreben. Die Tabertshausener hätten sich Gedanken gemacht. Ihr Vorschlag: Ein Neubau mit einem Bauträger, dem die Gemeinde dann Miete zahlen könne. Einer der angedachten Bauplätze würde passen. Dass die Gemeinde damit kein Einzelfall wäre, wusste Konrad Seis – zum Beispiel in Winzer werden so gebaut. „Ich bin der Meinung, auf unsere Ehrenamtlichen müssen wir aufpassen“, sagte Gerl. „Sie sind der Motor der Feuerwehr.“

In vier Jahren nichts vorwärts gegangen



Heinrich Funck hatte kein Verständnis dafür, dass in den vergangenen vier Jahren nichts vorwärts gegangen sei. „Wir fangen wieder bei null an. Ich finde das verbesserungswürdig.“ Stefan Zitzelsberger war unzufrieden mit dem Informationsfluss – über vieles sei er nicht informiert gewesen.

Ob ein gemeinsamer Standort für die Aholminger und Tabertshausener Wehren eine Option sei, wollte Helga Hackl wissen. Peter Kraut erklärte, dass dies nicht möglich sei.

2. Bürgermeister Thomas Reichl war an den Anschaffungskosten für Fahrzeuge interessiert. Die Fahrzeuge könnten um die 100000 Euro kosten, je nachdem welches angeschafft werde, erklärte Kraut.

Bürgermeister Betzinger meinte, die Gemeinde werde diese Anregungen zur Kenntnis nehmen und sich nach Mietzins und Kosten für mögliche Baumaßnahmen erkundigen und den Antrag zurückstellen. Mehrere Gemeinderäte waren der Meinung, es solle ein Datum festgelegt werden, wann der Antrag wieder auf der Tagesordnung stehen soll – hiefür ist nun die Mai-Sitzung angedacht. Damit waren alle Gemeinderäte einverstanden.