Neues zu Schaden durch brennende Lok

Barrierefreier Umbau am Bahnhof Freilassing in vollem Gange

Lok-Unfall: 325 000 Euro Schaden an Infrastruktur

02.02.2023 | Stand 02.02.2023, 17:00 Uhr

Mit schwerem Gerät sorgen die Bauarbeiter derzeit dafür, dass am (ehemaligen) Gleis 7/8 kein Stein mehr auf dem anderen bleibt. −Foto: Bashkim Progri

Auf ein solches Bild vom Bahnhof dürften viele Freilassinger seit Jahren oder gar Jahrzehnten gewartet haben: Mit schwerem Gerät sorgen die Bauarbeiter derzeit dafür, dass am (ehemaligen) Gleis 7/8 kein Stein mehr auf dem anderen bleibt. Das zeigt die Aufnahme von Bashkim Progri, die dieser mit Mitgliedern einer öffentlichen Facebook-Gruppe geteilt hat. Der langersehnte Umbau der Bahnsteige, die danach barrierefrei erreichbar sein werden, ist also in vollem Gange.

Neu gebaut wird auch die Personenunterführung, die aktuell nicht mehr genutzt werden kann. Als Alternative steht die städtische Unterführung zur Verfügung, was sich Beobachtungen zufolge aber noch nicht bei allen Reisenden rumgesprochen hat. Vor allem weniger ortskundige Bahnfahrer, die aus Richtung Innenstadt kommen, machen sich auf den Weg hinüber zum Bahnhofsgebäude und müssen dort wieder umkehren. Die Bahn hatte aber bereits in ihrer Pressemitteilung vor ein paar Wochen betont: „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten und bitten die Reisenden, sich über ihre Verbindungen vorab zu informieren und geänderte Wegeführungen bei ihrer Reiseplanung zu berücksichtigen“.

Ihre Spuren am Bahnhof hinterlassen haben in jüngster Zeit bekanntlich aber nicht nur Baumaschinen, sondern auch ein äußerst spektakulärer Zwischenfall: In der Nacht auf 20. Januar setzte sich bei Straß eine brennende Geister-Lok in Bewegung und rauschte durch die Station in der Grenzstadt, wo sie an einem Prellbock gebremst wurde. Dieser wurde durch den Aufprall verschoben und die Lok entgleiste zum Teil, bevor sie unmittelbar nach der Überführung über die B20 zum Stehen kam.

Lok-Unfall: 325000 Euro Schaden an Infrastruktur

Wie eine Sprecherin der Bahn auf neuerliche Nachfrage der Heimatzeitung mitteilt, beläuft sich der Schaden an der Infrastruktur „nach aktuellem Stand“ auf rund 325000 Euro. Weiterhin keine Angaben könne das Unternehmen jedoch zur Höhe des Schadens an der Lok und zur Brandursache machen. Das sei nach wie vor Gegenstand der Ermittlungen durch die zuständigen Behörden, heißt es.

− fre/sli