Landesliga Südost
Turbulenzen nach grobem Foul: In Garmisch muss die Polizei anrücken – Forstinning-Coach Hahn „beunruhigt“ wegen Schiedsrichter-Entscheidungen

29.03.2024 | Stand 29.03.2024, 11:39 Uhr |

Der FC Sportfreunde Schwaig hat das Verfolgerduell der Fußball-Landesliga Südost am Donnerstagabend gegen den ersatzgeschwächten VfB Forstinning mit 2:1 gewonnen. Damit ist die Truppe von Spielertrainer Benjamin Held auf Rang 3 vorgerückt und hat nur noch drei Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten TSV Wasserburg.

Nach dem 0:1-Rückstand zur Pause stellte Forstinning-Coach Florian Hahn gleich auf fünf Positionen um. „Wir sind dann klar besser ins Spiel gekommen, waren die bessere Mannschaft und bis zur 60. Minute spielbestimmend. Danach wurde es wieder ausgeglichener“, analysierte der Coach. Schwaig habe versucht, über Konter die Entscheidung herbeizuführen, was aber nicht gelungen sei. Zehn Minuten vor dem Ende warf der Gast alles nach vorne − und fing sich dann doch das 0:2 ein. „Kompliment an meine Mannschaft, dass die trotzdem nie aufgehört hat, nach vorne zu spielen. Nach dem Anschlusstreffer wäre mit etwas mehr Spielglück noch der Ausgleichstreffer drin gewesen“, analysierte Hahn.

Was ihn derzeit sehr „beunruhige“ sei allerdings die Schiedsrichtersituation. Schon gegen Grünwald sei seinem Team in der Nachspielzeit ein klarer Handelfmeter verweigert worden. „Dann geht es weiter gegen Pullach, wo der Schiedsrichter mit Massentumulten und völligen Verlust der Souveränität dem falschen Spieler eine Zehn-Minuten-Strafe gibt, die Zeitstrafe zurücknimmt und dem Gegner nicht Rot gibt. Und jetzt gipfelt das ganze darin, dass in der ersten Halbzeit ein klares Handspiel nicht geahndet wurde und in der 90. Minute gab es ein absolut klares Foul im Sechzehner, aber wir haben wieder keinen Elfmeter zugesprochen bekommen, obwohl man ganz klar die Schürfwunde und Stollenabdrücke am Fuß unserer Spielers sieht. Das betrübt mich alles ein bisschen“, sagt Hahn. Wenn man mit den Schiedsrichtern spreche, merkt man, dass diese sensibilisiert worden seinen, „da wir in der Fairnesstabelle Vorletzter sind und die meisten Platzverweise bekommen haben“. Mohamad Awata sei quasi zum Freiwild geworden. „Gegen ihn lassen sie alles laufen. Das ist mittlerweile schon gesundheitsschädigend. Wir müssen uns da als Verein jetzt wehren, sonst wird uns dieses Schicksal weiter ereilen“, urteilt Hahn.

Polizei und Sanka in Garmisch



Klare Siege gab es in den Nachholspielen am Mittwochabend: Aufsteiger FC Garmisch-Partenkirchen setzte sich vier Tage nach dem 5:0 gegen den FC Unterföhring mit 4:1 gegen den SV Pullach durch und kletterte so auf den oberen Relegationsplatz. Die Unterföhringer revanchierten sich wiederum für die Schmach von Garmisch mit einem 6:1 bei der SpVgg Feldmoching.

Hektisch wurde es in der Schlussphase im Stadion am Gröben in Garmisch, als dem Pullacher Bernard Mwarone nach grobem Foul an Moritz Müller eine Zehn-Minuten-Strafe aufgebrummt wurde. Auf dem Weg vom Platz gab es wohl Beschimpfungen, auch nach dem Schlusspfiff war Mwarone kaum zu bändigen und wollte FC-Verantwortliche attackieren. Auf der anderen Seite lag plötzlich ein Pullacher Betreuer am Boden, angeblich attackiert vom Ordnungspersonal, worauf Sanka und Polizei anrückten.

FC Garmisch-Partenkirchen – SV Pullach 4:1 (3:1). Tore: 1:0 Jonas Poniewaz (2.), 2:0 Jonas Schrimpf (6.), 3:0 Moritz Müller (23.), 3:1 Kevin Nsimba (41.), 4:1 Florian Langenegger (90.+4 Foulelfmeter). Schiedsrichter: Andreas Hummel (TSV Betzigau). Zuschauer: 57. Besonderheit: Gelb-Rot gegen Pullachs Linus Radau (83.).

SpVgg Feldmoching – FC Unterföhring 1:6 (1:2). Tore: 0:1 Jakob Klaß (20.), 1:1 Edon Prebreza (41.), 1:2 Clovis Tokoro (45.), 1:3 Robert Leidenberger (49., Eigentor), 1:4 Burhan Bahadir (51.), 1:5 Maick Antonio (71.), 1:6 Maick Antonio (82.). Schiedsrichter: Marcel Buchhorn (VfL Waldkraiburg). Zuschauer: 50.

FC Sportfreunde Schwaig – VfB Forstinning 2:1 (1:0). Tore: 1:0 Raffael Ascher (29.), 2:0 Leon Roth (84.), 2:1 Ivan Petrovic (87.). Schiedsrichter: Philipp Spateneder (TSV Anzenkirchen). Zuschauer: 237

− mb/red