Lotto-Bilanz 2023
16 neue Lotto-Millionäre und 158 Großgewinner in Bayern – in diese Regionen floss das Geld

07.01.2024 | Stand 09.01.2024, 17:31 Uhr |

Sieben der im Jahr 2023 frischgebackenen Millionäre gaben laut Lotto Bayern ihren Tippschein in Oberbayern ab, vier in Schwaben, zwei in Mittelfranken und jeweils einer in Niederbayern, Oberpfalz und Unterfranken. Nur Oberfranken blieb vergangenes Jahr ohne neue Lotto-Millionär. Zudem gab es 158 Großgewinne über 100.000 Euro quer durch Bayern. − Foto: Imago

Vom Glück begünstigte Lotto-Spieler haben im vergangenen Jahr im Freistaat insgesamt einen hohen dreistelligen Millionenbetrag eingestrichen. Das Jahr 2023 machte zudem 16 Spieler oder Tippgemeinschaften zu Millionären, davon sieben in Oberbayern.



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Alles in allem seien rund 615 Millionen Euro an Gewinnen ausgeschüttet worden, sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) am Donnerstag anlässlich der Bilanz 2023 der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung.

Insgesamt gingen bei der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung im vergangenen Jahr Spieleinsätze in Höhe von 1,258 Milliarden Euro ein. Das waren knapp 23 Millionen Euro mehr als im Jahr 2022. Mit 16 neuen Lotto-Millionären gab es aber deutlich weniger als im Rekordjahr 2022 mit 31 Glückspilzen im mindestens siebenstelligen Gewinnbereich.



Sieben Lotto-Millionäre aus Oberbayern, zwei aus Mittelfranken, je einer aus Niederbayern und Oberpfalz



Sieben der frischgebackenen Millionäre gaben laut Lotto Bayern ihren Tippschein in Oberbayern ab, vier in Schwaben, zwei in Mittelfranken und jeweils einer in Niederbayern, Oberpfalz und Unterfranken. Nur Oberfranken blieb ohne neue Lotto-Millionär.

Insgesamt 158 mal gab es Gewinne von mehr als 100.000 Euro, davon 64 in Oberbayern, 18 in Mittelfranken, 17 in Niederbayern, 16 in Oberfranken, je 15 in Unterfranken und Schwaben sowie 13 in der Oberpfalz.

Den höchsten Gewinn erzielte eine Tippgemeinschaft aus Oberbayern im Eurojackpot. Ihr Treffer in Gewinnklasse 1 war mehr als 73,8 Millionen Euro wert. Auf „ein eigenes Haus mit Garten und viele Urlaube mit der Familie“, freute sich eine 75-jährige Rentnerin, die den Spielauftrag für sich und ihre Mitspielenden abgegeben hatte. Ein Mann aus Mittelfranken sicherte sich bei der letzten Ziehung des Jahres kurz vor Silvester noch 2,3 Millionen Euro, wollte aber weiter arbeiten gehen. „Es bleibt alles wie es ist.“

493 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke



Nicht nur die Gewinner, sondern auch die Allgemeinheit habe profitiert: Rund 493 Millionen Euro aus dem Glücksspiel - Lotterie- und Sportwettsteuer, Gewinnabführung und Spielbankabgabe - flossen für gemeinnützige Zwecke in den Staatshaushalt. „Diese Mittel ermöglichen zusätzliche Leistungen insbesondere in den Bereichen Sportförderung, Kulturförderung, Denkmalpflege und sonstigen öffentlichen Bereichen, die sonst nicht oder nur schwierig realisierbar wären. Sie kommen damit allen Bürgerinnen und Bürgern im Freistaat zu Gute“, sagte Füracker.

Die neun Spielbanken im Freistaat zählten 2023 mehr als 668.000 Gäste und erzielten einen Bruttospielertrag von rund 124 Millionen Euro. „Das zeigt, dass sich das seriöse staatliche Angebot der Bayerischen Spielbanken steigender Beliebtheit erfreut“, sagte Füracker.

Pechvogel meldete sich nicht – sein Millionengewinn verfiel nun



Neben den Glückspilzen gab es auch einen Pechvogel im Freistaat: Ein Lottospieler oder eine Lottospielerin, die einen Schein im Raum Memmingen abgegeben hatte, holte den Millionengewinn nicht ab. Nach vierjähriger Wartezeit floss das Geld aus der Lotterie „BayernMillionen“ am Jahresende für gemeinnützige Zwecke in den Staatshaushalt.

− dpa