Bundesweit auf Platz 2
Glücksspiel: So viele Bayern wurden 2022 Lotto-Millionäre

04.01.2023 | Stand 04.01.2023, 19:50 Uhr |

Eine Frau füllt einen Lottoschein aus. −Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Bayern war 2022 mit Lotto-Millionären gesegnet. 31 Mal heimsten Glücksspieler hier siebenstellige Summen ein, ebenso wie in Baden-Württemberg, wie der Deutsche Lotto- und Totoblock am Mittwoch in Hannover mitteilte.



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Mehr dieser Glückstreffer gab es nur in Nordrhein-Westfalen, wo 45 Mal Gewinne in Millionenhöhe ausgeschüttet wurden. Bundesweit erzielten 187 Spielerinnen und Spieler derart hohe Summen.

Ihr Glück ließen sich die Menschen aber auch einiges kosten. 7,97 Milliarden Euro gaben sie aus, um zu spielen, 0,9 Prozent mehr als 2021. Die Landeslotteriegesellschaften schütteten der Mitteilung zufolge Gewinne in Höhe von 3,9 Milliarden Euro aus. Am häufigsten gezogen wurden übrigens die Zahlen 49 und 1, gefolgt von der 16. Auf dem letzten Platz landete die 45.

Bundesweiter Höchstgewinn: 120 Millionen Euro



Bundesweit 187 Glückspilze sind im vergangenen Jahr Lotto-Millionäre geworden. Ein Jahr zuvor waren es 181. Den höchsten je in Deutschland erzielten Lotteriegewinn von 120 Millionen Euro erhielt im vergangenen November ein Eurojackpot-Spieler aus Berlin, wie der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) am Mittwoch in Hannover mitteilte. Ein Gewinn von mehr als 110 Millionen Euro im Eurojackpot ging bereits im Mai 2022 nach Nordrhein-Westfalen. Der mit 45 Millionen Euro dritthöchste Gewinn ging im April nach Hessen - im Lottoklassiker „6 aus 49“.

Finanzminister Füracker: „Rekordjahr“



Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) spricht von einem Rekordjahr für die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung. 31 Millionengewinne innerhalb eines Jahres habe es bei Lotto Bayern bislang noch nie gegeben. Stattlich auch das, was vom Glücksspiel beim Staat hängen bleibt: Rund 469 Millionen Euro Lotteriesteuer, Gewinnabführung und Spielbankabgabe waren es 2022. Diese Mittel ermöglichten zusätzliche Leistungen etwa für Sport, Kultur, Denkmalpflege und andere öffentliche Bereiche, die sonst gar nicht oder nur schwierig realisiert werden könnten, sagt Füracker.

Die neun bayerischen Spielbanken haben mittlerweile das Corona-Tief überwunden - mehr als 541.000 Gäste wurden hier gezählt. Mit mehr als 106 Millionen Euro hätten die Spielbanken im vergangenen Jahr den höchsten Bruttospielertrag seit 2007 erzielt, erläuterte Füracker.

− dpa