GPS-Daten werden ausgewertet
Suche nach Kleinflugzeug im Bayerwald: Pilot meldet sich

17.09.2022 | Stand 22.09.2023, 0:45 Uhr |

Ein Großaufgebot war bei der Suche im Einsatz. −Foto: Annette Nigl

Am späten Freitagnachmittag hatten Anwohner im Landkreis Freyung-Grafenau ein möglicherweise abgestürztes Kleinflugzeug gemeldet. Rund 190 Rettungskräfte starteten die Suche. Ohne Erfolg. Am Samstag gab die Polizei ein Update - ein Pilot habe sich gemeldet.



Ob der Pilot aus Deutschland am Freitag tatsächlich über den Bereich Finsterau geflogen war, ist noch nicht abschließend gesichert. "Derzeit werden die GPS-Aufzeichnungen ausgewertet", sagte der Polizeisprecher. Erst dann könne es Gewissheit geben. Es habe an dem Tag laut Polizei mehrere Flugbewegungen an der grenze zu Tschechien gegeben.

Dass ein Flugzeug abgestürzt sei, hält die Polizei derzeit für unwahrscheinlich. "Dafür gibt keine Hinweise", sagte der Polizeisprecher. Auch werde kein Flugzeug vermisst.

Lesen hier die Details zur Suche: Abgestürztes Kleinflugzeug im Bayerwald gemeldet: Suche bleibt erfolglos

Bewohner der Grenzgemeinde waren am Freitag gegen 16.30 Uhr durch ein lautes Geräusch aufgeschreckt worden. Es ging von einem unnatürlich tieffliegenden, silberfarbenen Kleinflugzeug aus. Nach Zeugenaussagen war die zweimotorige Maschine außergewöhnlich laut - fast wie ein Düsenjet. Ein Augenzeuge setzte bei der Rettungsleitstelle schließlich einen Notruf ab, als weitere Anrufe bei der Polizei zu dem Vorfall eingingen, lief die Rettungskette an.

Das Problem: Am Freitagnachmittag hätten tief hängende Wolken die Sicht beeinträchtigt. Piloten seien dadurch gezwungen gewesen, tiefer als üblich zu fliegen. Mehrere Piloten hätten dies gegenüber der Polizei bestätigte, so ein Sprecher. Die deutschen Beamten stünden in dem Fall im Austausch mit ihren Kollegen aus Tschechien.

− red