Goldener Fußballherbst
Vierfach-Papa erzielt sein x-tes Tor: Ex-Bayernstar Santa Cruz (42) trifft noch immer

18.04.2024 | Stand 18.04.2024, 20:35 Uhr |

Von 1999 bis 2007 absolvierte Roque Santa Cruz 155 Spiele im Trikot des FC Bayern München. Seit 2016 kickt der heute 42-Jährige in seiner Heimat Paraguay. − Fotos: imago images/Privat

Er trifft und trifft und trifft. Roque Santa Cruz ist inzwischen 42 Jahre alt – und immer noch brandgefährlich. Der frühere Stürmer von Bayern München (1999 bis 2007), dem die Sportfreunde Stiller einst den Hit „Ich, Roque“ widmeten, hat in der Nacht auf Donnerstag in seiner Heimat Paraguay ein Tor erzielt – und zwar nicht irgend eins.

Mit seinem Treffer für Libertad zum 1:1-Endstand im Stadtderby bei Nacional Asuncion (90.+1) hat Santa Cruz jetzt seit 1998 ununterbrochen in jedem Jahr mindestens ein Tor erzielt. Das dürfte im Profibereich weltweit einzigartig sein. Santa Cruz, der sieben Minuten zuvor eingewechselt worden war, zeigte dabei zum x-ten Mal seinen Torriecher: Schon als der Ball auf die rechte Seite gespielt wurde, ahnte er, dass Sekunden später eine Flanke in den Strafraum segeln würde. Er sprintete los, stand wenige Augenblicke später goldrichtig und hielt am Fünfer den Fuß hin – drin.

Damit blieb Tabellenführer Libertad auch im 13. Saisonspiel ungeschlagen. Santa Cruz hatte sich dem Team nach seinem Abschied von Lokalrivale Olimpia 2022 angeschlossen. Warum er immer noch spielt? „Viele Jungs hier in Paraguay hatten mich (...) als Idol betrachtet – aber nie live gesehen! Das wollte ich ändern“, sagte er zuletzt der Sport Bild. Also wechselte Santa Cruz 2016 in die Heimat und wollte „eigentlich nur noch sechs Monate spielen“. Doch weil es lief und lief, sind daraus inzwischen fast acht Jahre geworden. Sein zu Bayern-Zeiten so anfälliges Knie halte dank eiserner Disziplin inzwischen wieder, erklärte Santa Cruz seinen goldenen Fußballer-Herbst. „Zudem motiviert es mich, dass meine Söhne, von denen zwei schon zur Uni gehen, ihren Papa noch gut kicken sehen können.“

Vier Kinder hat der Champions-League-Sieger von 2001 – und große Freude daran, sie mit den einstigen Heldentaten des Herrn Papa zu „quälen“. Seinen Song, berichtete er vergnügt, „mache ich immer wieder meinen Söhnen im Auto an, damit sie das Lied auch ja gut kennen“.

− sid/red