Industrie im Gäuboden

Protest gegen geplantes BMW-Werk vor dem Straubinger Landratsamt

24.01.2023 | Stand 25.01.2023, 16:11 Uhr
Melanie Bäumel-Schachtner

Mit Plakaten standen Demonstranten am Landratsamt Straubing, wo nichtöffentlich über den möglichen Neubau von BMW diskutiert wird. −Fotos: Bäumel-Schachtner

Prostest empfing die Teilnehmer der nichtöffentlichen Sitzung, bei der die Gemeinderäte von Irlbach und Straßkirchen am Landratsamt Straubing am Dienstagabend über den möglichen Bau eines neuen BMW-Standortes informiert werden sollten.



Rund 60 Teilnehmer waren es, die sich gegen das Werk im Gäuboden aussprachen. Auch mit mehreren Traktoren kamen die Demonstranten angefahren.

Baubeginn für 2024 vorgesehen



BMW will für die Produktion von Hochvoltspeichern für seine Elektrofahrzeuge ein Werk nahe seiner bayerischen Produktionsstandorte bauen. Eine Fläche im Bereich Irlbach und Straßkirchen (Landkreis Straubing-Bogen) ist offensichtlich in der engeren Auswahl. Die Zeit drängt, Baubeginn soll schon 2024 sein.

Bürgerinitiative gegründet



Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Bauminister Christian Bernreiter (CSU) wurden nicht gesichtet. Gekommen ist hingegen Josef Zellmeier (CSU), Mitglied des Bayerischen Landtags. Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Landtag war „selbst gespannt“ auf die Infos bei der Sitzung. Am Wochenende hatte sich die Bürgerinitiative „Lebenswerter Gäuboden“ gegründet, die den Bau verhindern will.