Deutschlandweiter Testlauf

Warntag: Deshalb klingeln am Donnerstag alle Handys gleichzeitig

06.12.2022 | Stand 08.12.2022, 9:02 Uhr

Mit Hilfe von Cell Broadcast sollen am 8.12.2022 Warnungen an alle Handys verschickt werden. −Foto: dpa

Dieser Donnerstag, 8. Dezember 2022, ist Warntag in Deutschland. Dann klingeln alle Handys gleichzeitig. Auch in der Region, in Niederbayern, Oberbayern und der Oberpfalz, wird so um 11 Uhr der Katastrophenschutz geprobt.



Ziel des Warntags ist es, zu proben, wie man die Bürger im Katastrophenfall erreichen und eben warnen kann. Szenarien sind beispielsweise eine verheerende Flut oder ein Großfeuer. In Orten, in denen es Sirenen gibt, werden diese um 11 Uhr losheulen. Alle Handys in Deutschland sollen um diese Zeit zudem eine Warnmeldung ausgeben. Die Radiosender geben die Meldungen ebenfalls weiter.

Handys klingeln wegen Cell Broadcast



Bei den Handys hat man sich mittlerweile auf die Technik Cell Broadcast geeinigt. Dazu muss auf den Handys keine spezielle App installiert sein. Offiziell startet Cell Broadcast erst Anfang 2023, doch der Warntag soll ein Testlauf sein.

Polizei in Oberbayern Süd „vorbereitet“



„Wir sind vorbereitet“, sagt dazu Alexander Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Falls Menschen Angst bekämen und sich bei der Polizei melden würden, würden diese natürlich aufgeklärt, dass es sich nur um einen Probealarm handelt. „Der Notruf ist ja rund um die Uhr ausreichend besetzt“, erklärt er.

Polizei Oberbayern Nord ist „gut aufgestellt“



Auch die Polizei in Oberbayern Nord ist „gut aufgestellt für eine Vielzahl von Anrufen“, wie Sprecher Andreas Eichele gegenüber der Mediengruppe Bayern (Passauer Neuer Presse, Mittelbayerische Zeitung, Donaukurier) erklärt. Aus dem Warntag würden die Beamten aber „keinen großen Aufriss“ machen, sagt er. „Es wurde ja im Vorfeld genug berichtet, dass jeder Bescheid wissen sollte.“

Polizei in Niederbayern will Infos weitergeben



Auch das Polizeipräsidium Niederbayern ist auf den bundesweiten Warntag vorbereitet, wie Sprecherin Kathrin Hiller bestätigt. Sie erklärt: „Insbesondere entscheidend an diesem Tag ist die Informationsweitergabe und -steuerung. So können zum Beispiel unsere Kolleginnen und Kollegen auf Anrufe besorgter Bürger entsprechend reagieren und sie aufklären.“

Polizei in der Oberpfalz ist sensibilisiert



Das „Sachgebiet Einsatzzentrale“ bei der Polizei Oberpfalz sei „selbstverständlich auf den Warntag 2022 vorbereitet“, teilt Sprecher Florian Beck mit. „Die Durchführung obliegt jedoch in erster Linie dem BBK und den Integrierten Leitstellen bzw. Sicherheitsbehörden.“ Die Notrufbeamtinnen und -beamten der Polizei seien dennoch „entsprechend sensibilisiert“. Beck erklärt: „Aufgrund der umfangreichen Hinweise in den Medien gehen wir davon aus, dass es nicht zu einem übermäßig erhöhten Anrufaufkommen kommen wird und dass der Warntag mit den bestehenden personellen Ressourcen bei der Polizei Oberpfalz gut abgearbeitet werden kann.“