Aufarbeitung läuft

Puma-Pannen beschäftigen Regener Panzergrenadierbataillon weiter

16.01.2023 | Stand 16.01.2023, 6:24 Uhr

Der Einsatz auf dem Übungsplatz im Dezember endete für die Besatzungen von 18 Pumas des Regener Bataillons mit Totalausfällen ihrer Schützenpanzer. Woran es lag, bleibt unklar. −Foto: Bundeswehr

Die kaputten Panzer beschäftigen das Regener Panzergrenadierbataillon weiter. „Die Phase der Aufarbeitung im Bataillon ist noch nicht abgeschlossen“, sagt Hauptmann André Bertrams, Sprecher des Panzergrenadierbataillons 112.



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Gespannt hat man am Freitag auch von der Regener Bayerwald-Kaserne nach Berlin geblickt, wo Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD), Bundeswehr-Generalinspekteur Eberhard Zorn und Vertreter der Industrie darüber informiert haben, wie es mit dem Schützenpanzer Puma weitergehen soll.

Bis auf einen alle Pumas wieder repariert



Wie berichtet, waren bei einer Übung des Regener Panzergrenadierbataillons auf dem Truppenübungsplatz Munster im Dezember alle 18 eingesetzten Schützenpanzer Puma ausgefallen. Bis auf einen Panzer, bei dem es zu einem Kabelbrand im Turm gekommen war, sind diese Pumas wieder repariert und einsatzbereit. Allerdings ist das Regener Bataillon, das 2023 zur VJTF-Truppe, der schnellen Eingreiftruppe der Nato, gehören sollte, wegen der Puma-Probleme von dieser Aufgabe entbunden worden. Die Aufgabe hat das Panzergrenadierbataillon in Marienberg im Erzgebirge übernommen, das noch mit dem Puma-Vorgänger Marder unterwegs ist.

Wie am Samstag berichtet, hatte die Ministerin nach der Besprechung eingeräumt, dass Industrie und Bundeswehr „gemeinsam Hausaufgaben zu erledigen hätten“. Es sei auch klar geworden, dass es bisher an der Abstimmung zwischen Industrie, Truppe und Logistik hake und dass auch „unsere Leute in der Truppe besser ausgebildet werden müssen.“ Sie wies allerdings auf Nachfrage explizit den Eindruck zurück, dass die Soldaten des Regener Bataillons bisher schlecht für den Umgang mit dem Puma ausgebildet seien.

Differenziertes Bild



„Die Phase der Aufarbeitung im Bataillon ist noch nicht abgeschlossen“, sagt Hauptmann André Bertrams, Sprecher des Panzergrenadierbataillons 112. In den vergangenen Wochen herrschte im Bataillon keine Weihnachtsruhe, intensiv hätten Vertreter der Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Rheinmetall Landsysteme GmbH (RLS) mit den Experten der Bundeswehr an den Fahrzeugen gearbeitet, wie Bertrams berichtet. Anfang Januar hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass sich ein „differenziertes Bild überwiegend kleinerer und mittlerer, aber auch einzelner schwerwiegender Schäden“ ergeben habe. Eine bestimmte oder auch nur eine gehäufte Schadensursache sei bislang nicht auszumachen.

Die Vorfälle mit dem Puma hätten natürlich nicht dazu beigetragen, die Stimmung im Regener Bataillon zu heben, „aber wir laufen nicht alle mit hängenden Köpfen rum“, sagt Bertrams. Und auch trotz des Wegfalls des Nato-Auftrags gebe es im Bataillon keinen Leerlauf. „Und Regen bleibt auch Puma-Bataillon“, so Bertrams.

− luk