Schwarzbach
Vier Schleuser verhaftet und Hundewelpen gerettet

22.03.2021 | Stand 21.09.2023, 4:49 Uhr |

Den drei Maltesern geht es gut. −Foto: Tierheim Freilassing

Die Einschleusung von elf Serben vereitelt, vier mutmaßliche Schleuser ins Gefängnis und drei Malteser-Welpen ins Tierheim gebracht, hat die Bundespolizei am Freitag bei Grenzkontrollen.

Bundespolizisten stoppten am Freitagmorgen am Walserberg eine 15-köpfige Reisegruppe, die in zwei Transportern mit serbischer Zulassung in Fahrtrichtung München unterwegs war, heißt es in der Presseaussendung. Alle Personen, darunter sechs Kinder, konnten sich zwar mit gültigen Reisepässen ausweisen. Die Erwachsenen machten allerdings widersprüchliche Angaben zu ihrem Reiseziel und legten gefälschte Arbeitsverträge vor. Die Bundespolizisten nahmen alle Fahrzeuginsassen wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise vorläufig fest und führten die Fahrer und Beifahrer der beiden Transporter wegen Schleusungsverdachts dem Ermittlungsrichter vor. Dieser ordnete Untersuchungshaft an.

Außerdem stellten die Beamten in einem der Fahrzeuge drei Malteser-Welpen sicher, die einem 43-jährigen Kroaten gehörten. Die kleinen Hunde waren laut Heimtierausweis vier Monate alt, schienen den Bundespolizisten aber deutlich jünger zu sein. Die Beamten übergaben die Welpen an das zuständige Veterinäramt. Der Veterinär schätzte das Alter der Drei auf etwa acht Wochen und brachte sie ins Freilassinger Tierheim. Laut Leiterin Christine von Hake, geht es dem Trio so weit gut. Die Hunde sind in Quarantäne und können noch nicht vermittelt werden.

Die Bundespolizei Freilassing zeigte die fünf serbischen Arbeitskräfte wegen Urkundenfälschung und versuchter unerlaubter Einreise an. Gegen die beiden Fahrer und Beifahrer der Transporter wird unter anderem wegen Einschleusens von Ausländern ermittelt. Der 43-jährige Schleuser und ehemalige Hundebesitzer wird sich zudem wegen Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen und Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten müssen. Die Bundespolizisten schickten die fünf Serbinnen und Serben mit ihren sechs Kindern nach Österreich zurück. Die vier mutmaßlichen Schleuser warten in einer Justizvollzugsanstalt auf ihre Gerichtsverhandlung.

− red