Friedrichshafen/Stuttgart
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ZF-Mitarbeiter

10.02.2020 | Stand 20.09.2023, 6:18 Uhr |

Gegen Mitarbeiter des "mittleren Managements" von ZF in Friedrichhafen ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart. (Foto: ek)

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen möglicherweise unzulässiger Funktionen einer Getriebesoftware gegen Mitarbeiter des Autozulieferers ZF. Es gehe um den Verdacht des Betruges und der mittelbaren Falschbeurkundung, sagte ein Sprecher der Behörde am Montag. Es bestehe der Verdacht, die Software könne Funktionen enthalten, die zu unzutreffenden Verbrauchs- und Emissionswerten bei Fahrzeugtests auf dem Prüfstand führen könnten. Zudem läuft ein Bußgeldverfahren gegen das Unternehmen. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet.

Die Staatsanwaltschaft hatte im vergangenen Jahr bereits einen entsprechenden Prüfvorgang eingeleitet. Die Ermittlungen richten sich nach Angaben der Behörde gegen zwei namentlich bekannte Mitarbeiter der mittleren Managementebene sowie weitere, noch nicht bekannte Mitarbeiter. Ein ZF-Sprecher bestätigte gegenüber der Deutschen Presseagentur die Ermittlungen. Man kooperiere weiter mit der Staatsanwaltschaft, sage darüber hinaus aber nichts zu laufenden Verfahren.

Im Sommer war bekannt geworden, dass US-Verbraucherrechtsanwälte auch die Zulieferer der am "Abgasskandal" maßgeblich beteiligen Hersteller VW, Audi und Porsche ins Visier genommen hatten. Der Vorwurf: Schummelsoftware zur Reduzierung von CO2 und Stickoxiden soll auch bei rund 100.000 Sechs-Zylinder-Modellen von Audi im Getriebe verbaut worden sein.

− dpa/ek