Deggendorf
Niederbayerischer Bub macht sensationellen Fund in der Donau

01.03.2019 | Stand 21.09.2023, 21:48 Uhr |

Der neunjährige Tobias ist stolzer Finder und Besitzer des spätmittelalterlichen Schwertes. Dass Griff und Klinge mit insgesamt 116,5 Zentimetern Länge so gut erhalten sind, ist eine echte Seltenheit bei Funden aus Eisen. Der Deggendorfer Kreisarchäologe Stefan Hanöffner hat das museale Stück zum Restaurieren an die Sünchinger Expertin Katrin Odvody vermittelt. −Fotos: Roland Binder

Über 500 Jahre lag es unter Kies begraben, bis Tobias (9) es entdeckte. Der Bub aus dem Landkreis Deggendorf hat beim Tauchen in einem Seitenarm der Donau ein Schwert gefunden, das erstaunlich gut erhalten ist. Er hat einen Schatz aus dem späten Mittelalter gehoben.

Es ist Hochsommer, als Tobias den Fund seines Lebens macht. Mitte August vergangenen Jahres fährt der Bub mit seinen Eltern zum Baden an einen Seitenarm der Donau. In nicht ganz zwei Metern Tiefe erspäht er im Wasser durch seine Taucherbrille ein Schwert und identifiziert es auch sofort als solches. "Ich hab’ ja ganz deutlich den Griff gesehen", berichtet er. "Mama, da is’ a Schwert", stellt er nach dem Auftauchen überzeugt fest.

Erstes Lager für den musealen Schatz ist die Deggendorfer Polizeiinspektion. Die informiert Kreisarchäologe Stefan Hanöffner. Der wiederum vermittelt rasch den Kontakt zu Restauratorin Katrin Odvody in Sünching (Landkreis Regensburg), die das Schwert seitdem in Bearbeitung hat. Stefan Hanöffner ist fasziniert. "So ein Fund ist sehr selten. Mir ist nichts Vergleichbares aus der Region bekannt. 500 Jahre alte Schwerter tauchen zwar öfter auf, aber nicht in diesem perfekten Zustand. Diese Waffe könnte man frisch geschliffen heute noch benutzen."

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