In seiner Geburtsstadt Nördlingen

Gerd Müllers WM-Siegtor von 1974 nun in Bronze verewigt

03.11.2022 | Stand 03.11.2022, 21:40 Uhr

Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern (l.) neben der frisch enthüllten Statue des ehemaligen Torjägers Gerd Müller. −Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Gerd Müller, einstiger „Bomber der Nation“ und ehemaliger Spieler des FC Bayern München ist seit Donnerstagabend auf einem Bronze-Denkmal in seiner Geburtsstadt Nördlingen verewigt. Dieses zeigt den Siegtreffer bei der Fußball-WM 1974.

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Im schwäbischen Nördlingen wurde am Donnerstagabend eine Skulptur enthüllt, die den im Sommer des vergangenen Jahres verstorbenen Weltmeister beim Treffer zum 2:1 gegen die Niederlande im Finale im Münchner Olympiastadion zeigt.

Anlass der Enthüllung war der Geburtstag des Weltklasse-Torjägers. Der spätere FC-Bayern-Star war am 3. November 1945 in Nördlingen geboren worden. Zu der von großem Interesse begleiteten Enthüllung waren auch ehemalige Weggefährten wie Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Torwart-Legende Sepp Maier gekommen.

Berühmtester Sohn der 22.000-Einwohner-Stadt

Die Bronzeskulptur stehe künftig in seinem früheren Viertel in der Altstadt, berichtete die Verwaltung. Die Stadt mit rund 22.000 Einwohnern bezeichnet Müller als ihren „berühmtesten Sohn“. Er war im August 2021 im Alter von 75 Jahren gestorben. Wegen seiner zahlreichen Tore ist der Stürmer auch als „Bomber der Nation“ bekannt.

„Es ist ein Tag, der ausdrücken soll, was Gerd Müller in seinem viel zu kurzen Leben erreicht hat, wie er ganze Generationen begeisterte und wie er eine Nation bewegte, sie in seinen Bann zog - auch weit über seinen Tod hinaus“, sagte der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes, Christoph Kern, im Beisein von Müllers Witwe Uschi.

Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU), einer der Redner an diesem Abend, würdigte den ehemaligen Weltklassestürmer: „Gerd Müller ist auch ein großes menschliches Vorbild. Trotz des Erfolges ist er immer bescheiden und bodenständig geblieben. Mein Respekt für einen großen Sportler und Menschen! PS: Sein WM-Finaltor „74 wird mir als Fan ewig unvergessen bleiben.“

Eigentlich sollte die Skulptur außerhalb der Stadtmauer stehen

Die Statue wurde von dem Aschaffenburger Bildhauer Herbert Deiss gestaltet und von der Glocken- und Kunstgießerei Rincker im mittelhessischen Sinn hergestellt. Zunächst wollte die Kommune das Denkmal außerhalb der Stadtmauer aufstellen. Dagegen gab es Proteste, weil Einwohner einen zentraleren Ort forderten. Nach einer Unterschriftensammlung legte der Stadtrat dann einen neuen Platz für das Fußballer-Denkmal in der Innenstadt fest. An der Finanzierung haben sich auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der FC Bayern München beteiligt.

− dpa/ce