Ein Kreuz am Himmel

03.08.2020 | Stand 03.08.2020, 4:00 Uhr |

"Begegnung in der Luft" . −Foto: Hack

Osterhofen. Seit Monaten ist der Himmel aufgrund der Einschränkungen während der Corona-Krise ungetrübt blau. Jetzt steigen die Flugzeuge wieder auf, um Menschen in ihren Urlaub zu fliegen. Und mit ihnen sind auch wieder die typischen Kondensstreifen am Himmel zu sehen, wie sie Rudolf Hack unlängst an der B8 in Osterhofen fotografiert hat.

"Begegnung in der Luft" nennt er sein Motiv von zwei sich kreuzenden Streifen. Bei der Verbrennung des Kraftstoffs Kerosin entstehen hauptsächlich Wasserdampf und Kohlendioxid, aber auch Ruß und andere Schwebeteilchen (Aerosole). Die entstandenen Wassermoleküle lagern sich an die Rußteilchen an, die wiederum als Kondensationskeime dienen. Aus dem Wasserdampf werden so Wassertröpfchen.

Für die Entstehung von Kondensstreifen muss es sehr kalt sein. Die Reiseflughöhe von Langstreckenjets liegt meist zwischen 10 und 15 Kilometern. Hier beträgt die Außentemperatur bis zu minus 50 Grad Celsius. Deshalb gefrieren die Tröpfchen sofort zu Eiskristallen. In feuchter Luft können Kondensstreifen auch in niedrigeren Höhen auftreten. Dort bestehen sie aus flüssigen Tröpfchen. In trockener Luft lösen sich Kondensstreifen rasch auf. In relativ feuchter Höhenluft halten sie sich dagegen oft mehrere Stunden und können dabei weiterwachsen.

− sch