Suche mit Ballons und Feuerwerk
Vermisster Arian (6) in Niedersachsen: Fußabdrücke entdeckt – Hunde nehmen Fährte auf

25.04.2024 | Stand 25.04.2024, 16:09 Uhr |

Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes sind mit einem Suchhund in einem Waldstück im Einsatz. − Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Seit Montagabend suchen Hunderte Einsatzkräfte nach dem vermissten sechsjährigen Arian aus dem niedersächsischen Bremervörde (Landkreis Rotenburg). Möglicherweise gibt es nun eine Spur, die zu dem Jungen führen könnte.



Bei der Suche nach dem sechs Jahre alten Arian aus dem niedersächsischen Bremervörde haben die Einsatzkräfte möglicherweise eine Spur des Kindes gefunden. „Wir haben gestern im Verlauf des Abends Fußspuren gefunden, die zu Arian gehören könnten“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. „Daraus ergibt sich eine mögliche Richtung, in die Arian unterwegs sein könnte. Die Hunde haben eine Fährte aufgenommen.“ Die Spur führe entlang des Flusses Oste in nördliche Richtung. Da der Junge Wasser möge, sei es möglich, dass er am Fluss entlanggelaufen sei. In der Nähe des Flusses liegt ein Tümpel. Polizeitaucher begannen am Donnerstag damit, diesen Tümpel abzusuchen, wie der Polizeisprecher mitteilte.

Nun wollen die Einsatzkräfte erneut den Ortsteil, in dem der Junge wohnt, durchsuchen. Es sollen alle Schuppen und Garagen geöffnet und kontrolliert werden, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstag sagte. Demnach sollen auch Mülltonnen durchsucht werden. Die Müllabfuhr für diesen Freitag sei abgesagt worden. Zudem sollten Gullydeckel geöffnet werden.

Suche mit Luftballons, Süßigkeiten und Feuerwerk

Hunderte Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und anderer Organisationen sowie zahlreiche Freiwillige suchen seit Montagabend nach dem Kind. Auch Drohnen mit Wärmebildkamera, Hunde, ein Boot, ein Hubschrauber, ein Tornado-Flugzeug und Polizeitaucher waren im Einsatz, um den Jungen zu finden. Mit einem Feuerwerk, Luftballons und Süßigkeiten versuchten Helfer, die Aufmerksamkeit des verschwundenen Jungen zu bekommen.

Nach Angaben der Polizei ist Arian Autist und reagiert nicht auf Ansprache. Die Einsatzkräfte gingen davon aus, dass er sich nicht melden wird, wenn er Menschen in der Nähe bemerkt. Nach mehreren kalten Nächten hatte der Polizeisprecher von einer sehr ernsten Lage gesprochen. Die Polizei geht davon aus, dass der Junge sein Zuhause selbstständig verließ.

− dpa