Mit Video vom Einsatz
Möglicher Angriff: AfD-Chef Chrupalla während Kundgebung in Ingolstadt ins Krankenhaus gebracht

04.10.2023 | Stand 05.10.2023, 11:45 Uhr |

In diesem Krankenwagen wurde Tino Chrupalla abtransportiert. Foto: Vogl

Der Bundessprecher der Alternative für Deutschland (AfD), Tino Chrupalla, ist am Mittwochnachmittag während einer Kundgebung auf dem Ingolstädter Theaterplatz in ein Krankenhaus gebracht worden.



Während die Partei zum Schluss der Veranstaltung von einem „tätlichen Angriff“ spricht, bestätigt die Polizei derzeit nur „einen Polizeieinsatz“, der noch laufe. In welcher Klinik sich Chrupalla befindet, darüber gibt ein Sprecher auf Anfrage ebenso keine Auskunft.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord, bei dem derzeit die Ermittlungen laufen, will „zeitnah“ mit einer Pressemeldung über den Vorfall informieren.

AfD-Chef in Klinik gebracht



Wohl kurz nach seiner Ankunft musste Chrupalla gestützt zunächst zu einem Polizeiauto gebracht werden. Später transportierte ihn ein Krankenwagen in die Klinik. Was genau vorgefallen ist, ist noch völlig unklar.

Chrupalla habe ein paar Selfies gemacht, dann sei er zusammengebrochen, hätten ihm Polizisten gesagt, meint Gerald Grosz, ehemaliger FPÖ-Politiker, noch während der Veranstaltung im Gespräch mit dem DK. Mehr wisse er aktuell auch nicht.

Immer weitere Polizisten sind zum Theaterplatz ausgerückt, teils in zivil und fotografieren einen schwarzen Mercedes mit Blaulicht im Innern und Berliner Kennzeichen – das Dienstfahrzeug von Chrupalla. Die Beamten wurden bereits im Hintergrund der Veranstaltung aktiv, tauschen sich an den Streifenwagen und auf der anderen Straßenseite aus, telefonieren – sahen sich Videos von Zuschauern an.

Gegenveranstaltung gut besucht



Zeitgleich fand zudem eine Gegenveranstaltung statt. Neben CSU, Linke sowie weiterer Parteien haben auch die Gewerkschaften dazu aufgerufen. Auch Oberbürgermeister Christian Scharpf (SPD) hatte sich als Redner angekündigt.

Die beiden Lager trafen auf dem Theaterplatz aufeinander . Zwar gab es mehrere Diskussionen an der Absperrung, eine direkte Konfrontation aber blieb aus. Etliche Polizisten überwachten die gesamte Zeit über beide Veranstaltungsorte.