Passau

Podiumsdiskussion: Kaeser sieht Deutschland "vorne dran" ++ Video

30.11.2016 | Stand 02.12.2016, 12:03 Uhr
Siemens-Chef Joe Kaeser (v.l.), Moderator Sigmund Gottlieb vom BR und der Aufsichtsratsvorsitzende der Knorr-Bremse AG Hans-Georg Härter. - © Foto: Thomas Jäger
Siemens-Chef Joe Kaeser (v.l.), Moderator Sigmund Gottlieb vom BR und der Aufsichtsratsvorsitzende der Knorr-Bremse AG Hans-Georg Härter. - © Foto: Thomas Jäger

Eine Lanze für das Label "Made in Germany" hat Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser am Mittwochabend bei einer Podiumsdiskussion im Medienzentrum der Verlagsgruppe Passau gebrochen. Vor allem mit seinen Technologien sei Deutschland trotz der Konkurrenz aus Asien im weltweiten Vergleich "vorne dran" und in Zeiten der globalen Digitalisierung – Stichwort "Industrie 4.0" – gut aufgestellt. Auch für das weitere Engagement in den USA unter dem designierten Präsidenten Donald Trump zeigte sich Kaeser angesichts des deutschen Know-How grundsätzlich optimistisch: "Es gibt viele Dinge, die Deutsche besser können", sagte er. Dennoch bestehe die Gefahr, dass das mächtigste Land der Welt sich wirtschaftlich zunehmend abschotte. Dies würde zu massiven globalen Verwerfungen führen und Nationalismus stärken, warnte Kaeser.

Ein dickes Lob sprach er Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel aus. Er könne sich in der jüngsten Generation an keinen so engagierten Wirtschaftsminister wie den SPD-Parteichef erinnern, sagte Kaeser.

In Passau diskutierte der Siemens-Chef gemeinsam mit Hans-Georg Härter, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Knorr-Bremse AG und früheren ZF-Vorstand, über das Thema "Wirtschaft made in Germany". Mit dem von BR-Chefredakteur Sigmund Gottlieb moderierten Podiumsgespräch ging die jährliche Veranstaltungsreihe "MENSCHEN in EUROPA" der Passauer Neuen Presse 2016 zu Ende. − pnp

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