Bad Königshofen
Wo Schwalben nisten, wohnt das Glück

17.06.2024 | Stand 17.06.2024, 8:00 Uhr |

Eine Rauchschwalbe füttert praktisch im Flug in einem Schuppen ihren Nachwuchs. Foto: Lino Mirgeler/dpa

Schwalben bringen Abwechslung und Freude in den Alltag. Wo Schwalben nisten, wohnt das Glück – deshalb gelten sie als Glücksbringer für die Bewohner − das sagt zumindest der Volksmund. Am vertrautesten sind in ländlichen Gebieten die Mehl- und Rauchschwalben. Schon seit Urzeiten suchen sie die Nähe von Menschen und nisten an und in Gebäuden. Am liebsten an der Außenseite von Häusern und in Viehställen. Zu den bevorzugten Domizilen gehören nicht nur Wohnhäuser und Dachvorsprünge, sondern auch Scheunen, Gebäudehohlräume, Mauerlöcher und Nischen aller Art. Die Saison der Schwalben hierzulande beginnt eigentlich schon am 25. März, dem Fest Maria Verkündigung. Da kehren in der Regel die ersten gefiederten Flugtiere aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurück – auf den Tag genau kann man sich nicht festlegen. Bis Mitte Mai sollten sich die Kunstflieger dann aber alle eingefunden haben.

Die Mehlschwalbe ist allerdings im Bestand gefährdet. Genauso die Rauchschwalbe, die oft ihre Nester in Ställen baut. Sie steht seit 2004 im Vorfeld der Roten Liste bedrohter Arten, wie Vogelschutzorganisationen feststellen. Anhaltende Bestandsrückgänge werden beklagt, weil es an Insekten und zunehmend an Nistmöglichkeiten fehlt. Außerdem finden die Zugvögel in einer aufgeräumten Landschaft kaum noch geeignetes (Binde-)Material für den Bau ihrer Nester.
Die Mehlschwalbe gehört zur ländlichen Gegend. Sie ist eher in Gemeinden und Kleinstädten unterwegs als in der offenen Landschaft. Bei der Suche nach Futter teilt sie sich mit der Rauchschwalbe einen Lebensraum. Nisten tun beide aber an unterschiedlichen Orten.
Vogelschützer und Bund Naturschutz monieren, dass Schwalben bei ihrer Rückkehr aus dem Süden oft verschlossene Fenster und Türen vorfinden. So können sie am anvisierten Domizil nicht immer durch Fenster und luftige Freizonen fliegen und ins Innere gelangen. Und: Wo es möglich wäre, zu nisten, werden diese Vögel wegen ihrer Spuren, die sie hinterlassen, kaum noch geduldet. Fazit: Schwalben haben einen schweren Stand. Um so wichtiger ist es, ihnen zu helfen und hierzulande wieder eine Zukunft zu bieten. Ein Freund der Schwalben, der ihnen eine Heimat ermöglicht, ist Walter Schlimbach im fränkischen Bad Königshofen (Landkreis Rhön-Grabfeld). Der 86-jährige Geschäftsmann hat die eleganten Segler ins Herz geschlossen. Schon seit über zehn Jahren kommen die gefiederten Geschöpfe an seine Anwesen. Sichtbar werden sie insbesondere an einem aus 1820 stammenden Gebäude, das sich in einer zentrumsnahen Einkaufsstraße befindet. Dort werden sie auch von Touristen wahrgenommen, wie sie umherfliegen, Nester bauen, Eier ausbrüten und emsig den Nachwuchs versorgen. Auch an einem Haus um die Ecke in einer anderen Straße, dessen Besitzer Walter Schlimbach ist, fristen die Schwalben ihr Dasein.

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