Neukirchen
Wachs in ihren Händen

08.07.2024 | Stand 08.07.2024, 8:00 Uhr |

Aus Wachsblumen entstehen Bouquets – gerade an Muttertag waren sie der Renner. − Foto: Melanie Bäumel-Schachtner

Wenn Conny Niedermayer ganz versunken in ihrer Werkstatt in Neukirchen arbeitet, dann erblühen in ihren Händen Blumen. Große und kleine Pfingstrosen mit violetten, pinkfarbenen oder blauen Blüten. Zarte weiß-gelbe Margeriten und bunte Tulpen. Aber auch filigrane Engel, die ein Herz oder ein Buch umfangen. Alles, was sie entstehen lässt, ist aus Wachs und trägt einen Docht – auch, wenn die Kerzen zum Abbrennen fast zu schade sind. Eigentlich ist die 51-Jährige aus dem Landkreis Straubing-Bogen Schmuckdesignerin, doch im vergangenen Jahr hat sie ihr Talent für außergewöhnliche Kerzen entdeckt und begeistert damit seither zahlreiche Kunden aus nah und fern. Im Keller ihres Hauses hat sich Conny Niedermayer die passenden Räumlichkeiten eingerichtet. Ein spezieller Topf steht schon parat. In ihn gibt die kreative Kerzenherstellerin Sojawachs, um es zu erwärmen. Es gäbe auch Palm- oder Bienenwachs, doch Niedermayer hat ein Faible für dieses Sojawachs: „Es riecht neutral und ist nicht so gelblich wie Bienenwachs, daher kann ich daraus auch weiße Kerzen fertigen.“ Davon kauft sie immer gleich 20 Kilo.

Das Wachs im Topf ist inzwischen warm und weich genug geworden. Vorsichtig füllt sie es in eine Silikonform. Fingerspitzengefühl ist dabei gefragt, damit die Blütenkerze danach gleichmäßig und gelungen sein wird. Es fehlen noch Farbe und ein Duftöl, damit die Kerze danach blumig riecht, und der Docht, der in die Mitte kommt. Danach ist Geduld gefragt. „Je länger man das Wachs in der Form lässt, desto besser. Ich warte immer einen ganzen Tag lang“, gibt Conny Niedermayer Einblick. Danach kann sie vorsichtig die Silikonform entfernen und das Ergebnis bestaunen.
Dass sie jetzt neben Ketten, Armbändern und Ohrringen auch Kerzen fertigt, war ein reiner Zufall. Für ihre Freundinnen suchte sie ein passendes Weihnachtsgeschenk, eine hübsche Kleinigkeit. Sie kauft dabei gerne bei lokalen Künstlern und Produzenten und fand in der Nähe eine Herstellerin, die Vasen und Kerzenhalter aus Gips gießt. Dort kaufte sie ein. „Ich kam auf die Idee, dass man so etwas auch selbst machen könnte. Abkupfern wollte ich sowas auf keinen Fall, ich will nichts nachmachen. Und so suchte ich eigene Formen und meinen eigenen Weg“, blickt sie zurück. Zunächst goss sie Gefäße, um ihren Schmuck damit schön präsentieren zu können – aber dann kam sie darauf, dass sie sich als Kerzenhalter ebenfalls sehr gut eignen würden und begann, mit Wachs zu experimentieren. „Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich Formen für die Kerzen gesucht habe. Vor allem indische Hersteller haben hier ein vielfältiges Angebot.

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