Osterfest als zutiefst positive Zeitenwende

25.03.2024 | Stand 25.03.2024, 8:00 Uhr

Als eine Art Dankeschön für das göttliche Geschenk des Wassers wird in der Fränkischen Schweiz das Schmücken der Osterbrunnen betrachtet. − Foto: Michalea Resch

Gerald Huber hat sein im Jahr 2019 veröffentlichtes Buch mit „12000 Jahre Weihnachten“ betitelt. Auf den ersten Blick sind sicherlich manche Leser verblüfft, wenn sie diesen Buchtitel sehen. Die christlichen Kirchen blicken auf eine geschichtliche Entwicklung von gerade 2000 Jahren zurück, wieso kann es dann Weihnachten seit 12000 Jahren geben? Aber so eng meint Huber seinen Buchtitel eben auch nicht. Ihm geht es darum, die Bräuche aufzuzeigen, die mit Sonnwend im Winter verbunden sind, und in diese viele Jahrhunderte alten Bräuche ist in der christlichen Tradition Weihnachten eingebettet worden. Entsprechende Beobachtungen treffen für Ostern zu.
Das erste Hochfest nach Weihnachten ist Ostern, und seine Ursprünge und die Geschichte kann man letztlich ebenfalls weit in der Vergangenheit zurückverfolgen. Unmittelbar ist Ostern ein christliches Fest, das sich an neutestamentlichen Texten zu Leiden, Tod und Auferstehung von Jesus Christus orientiert. In den Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes wird das Leben und Wirken von Jesus aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt.
Im Gegensatz zum Fest der Geburt von Jesus Christus, die immer am 25. Dezember gefeiert wird, ist Ostern ein bewegliches Fest. Die jetzt gültige Festlegung des Termins für das Osterfest geht auf das Konzil von Nicäa im Jahr 325 zurück. Vor bald 1700 Jahren wurde bestimmt, dass der Ostersonntag auf den ersten Vollmond im Frühling folgt. Diese Definition geht von einem Frühlingsbeginn am 21. März aus, selbst wenn wie heuer Frühlingsanfang am 20. März ist. Dieses Jahr ist am Montag, 25. März, Vollmond, daher wird Ostern am darauffolgenden Sonntag, dem 31. März, gefeiert. Die orthodoxen Christen haben die Kalenderreform von Papst Gregor VIII. im Jahr 1582 nicht übernommen und richten sich weiterhin nach dem julianischen Kalender.
Der Palmsonntag als der sechste Sonntag in der Fastenzeit fiel heuer auf den 24. März, nur wenige Tage nach Frühlingsanfang. Der Palmsonntag leitet die Karwoche ein. Der Jubel bei der Begrüßung am Palmsonntag hält nicht an. Am Gründonnerstag gedenken wir des letzten Abendmahls von Jesus mit seinen Jüngern, der Karfreitag ruft die Kreuzigung und den Tod von Jesus in Erinnerung, am Ostersonntag feiern wir die Auferstehung des Herrn von den Toten.
Am Gründonnerstag läuten die Glocken zum letzten Mal bei der Messe in Erinnerung an das Abendmahl von Jesus mit seinen Jüngern. Dann verstummen die Glocken. Im Volksmund sagt man, dass sie nach Rom fliegen. Bei liturgischen Feiern am Karfreitag und Karsamstag werden an Stelle der Glöckchen, mit denen Messdiener auf wesentliche Ereignisse im liturgischen Ablauf hinweisen, sogenannte Karfreitagsratschen verwendet, die ein eher dumpfes Geräusch erzeugen. Sie symbolisieren die Trauer über die Verurteilung und Kreuzigung von Jesus.

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