Huhn und Haselnuss

06.11.2023 | Stand 06.11.2023, 8:00 Uhr

Pflegt auf seinem Hof den Kreislaufgedanken: Martin Stiegler aus Cadolzburg. − Foto: Timo Jaworr

Martin Stiegler aus dem mittelfränkischen Cadolzburg hat den Hauptpreis des Ceres Award gewonnen. Er ist damit Landwirt des Jahres 2023. Gleichzeitig siegte der 31-Jährige in der Kategorie Junglandwirt des Jahres. „agrarheute“, die Zeitschrift des dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag, kürte ihn Ende Oktober im Rahmen einer Gala in Berlin zum Sieger.
Durchdachter KreislaufMartin Stiegler vereint in seinem Betrieb im Landkreis Fürth die Hühnerhaltung mit einer Sonderkultur – der Haselnuss. „Wir verfügen über eine Anbaufläche von knapp zehn Hektar, die wir selbst bewirtschaften und kontinuierlich erweitern“, sagt Stiegler, der nach seinem Landwirtschaftsstudium Erfahrungen in den USA sammelte. Durch das harmonische Nebeneinander von Hühnern und Haselnüssen schließt der Jungunternehmer Kreisläufe: Das Federvieh frisst die Larven des Haselnuss-Bohrers und versorgt die Pflanzen mit natürlichem Dünger, während es unter dem grünen Dach Schutz vor Greifvögeln findet. In der Erntezeit werden Netze gespannt, die die herabfallenden Nüsse auffangen. Den Hühnern am Fuße der Cadolzburg bieten sie zusätzlich Sicherheit vor Habicht und Co.

Seit 2017, so Martin Stiegler, verzichte sein Betrieb auf chemischen Pflanzenschutz und Pestizide. Beim Anbau der Haselnüsse ist ihm der Qualitätsgedanke besonders wichtig: „Unsere Haselnüsse weisen einen unverfälschten und vollmundigen Nussgeschmack auf, eine besondere sensorische Qualität“. Dadurch können die Mittelfranken auf dem Markt überzeugen. In der Zwischenzeit sind ihre Produkte in der ganzen Region bekannt und sogar in der Sternegastronomie etabliert. Für private Kunden bietet der Hofladen in Gonnersdorf Nussiges an: Neben selbst gerösteten Haselnüssen unter anderem auch Haselnussöl oder palmölfreie Haselnuss-Nougat-Aufstriche.

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