Gewohnheitstiere
Umzug mit Katze - so geht's möglichst stressfrei

09.02.2024 | Stand 22.02.2024, 5:35 Uhr

Eine Katze sitzt im Transportkorb - Über einen Futtertrick kann man die Katze mit der Transportbox anfreunden - das sollte allerdings schon einige Tage vor dem Einsatz der Box geübt werden. - Foto: Christin Klose/dpa-tmn/dpa

Man sagt: Hunde gehören zum Menschen, Katzen zum Haus. Entsprechend erschüttert sind viele Stubentiger, wenn sie ihr Zuhause verlassen müssen. Mit diesen Tipps reduzieren Sie die Belastung.

Wer mit Katzen umziehen will, sollte den Wohnungswechsel gut planen. Denn der Umzug sorgt bei den Gewohnheitstieren für Stress. So reduzieren Sie ihn auf ein Minimum:

Zuerst sollten alle Möbel an Ort und Stelle stehen und dann erst die Katze folgen, rät Tierärztin Tina Hölscher von der Tierschutzorganisation Aktion Tier. Falls Sie mehrere Katzen haben, sollten Sie jede in einem eigenen Katzenkorb transportieren. „Sitzen die Katzen zusammen in einer Kiste und stehen während der Fahrt unter Stress, lassen sie dies unter Umständen am Partnertier aus. Im schlechtesten Fall kommt es zu nachhaltigen Beziehungsstörungen zwischen den Tieren“, so Hölscher.

Draußen-Pause für Freigänger

Das neue Zuhause wird für Katzen außerdem attraktiver, wenn Besitzer mit Pheromonen arbeiten. Das sind Duftstoffe, die die Tiere selbst absondern, wenn sie entspannt sind. In synthetischer Variante kann dieser Geruch erworben und mit einem Verdampfer in der Wohnung verteilt werden. Die Duftstoffe sollen Wohlbehagen in den Tieren auslösen. Sind die Katzen dennoch sehr gestresst, können Besitzer laut der Expertin auch eine angstlösende Medikation vom Tierarzt erwägen. 

Wichtig: Freigänger-Katzen sollten mindestens vierzehn Tage in der Wohnung bleiben, bis sie ihr neues Revier erkunden dürfen. Dann haben sie auch sicher verstanden, dass das neue Zuhause fortan ihr Anlaufpunkt ist.

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