Sicherer im Netz
Kinder und Eltern: Nicht unbedacht Bilder online teilen

20.11.2023 | Stand 10.01.2024, 16:34 Uhr

Kind am Smartphone - Das Netz vergisst fast nichts: Kinder und ihre Eltern müssen lernen, vorsichtig mit den eigenen Daten im Internet umzugehen. - Foto: Annette Riedl/dpa/dpa-tmn

Eine internetfreies Aufwachsen gibt es praktisch nicht. Doch Kinder wie Eltern sollten nicht nur die Möglichkeiten nutzen, sondern auch um Gefahren wissen. Ein neuer Ratgeber erklärt wichtige Punkte.

„Ach, wie süß!“ - Kinderbilder, schnell mal übers Smartphone verschickt, machen Freude.

Doch dieses sogenannte Sharenting, das ungefragte elterliche Teilen von Fotos im Netz, kann die Sicherheit des Kindes gefährden und für Identitätsdiebstahl missbraucht werden. Darauf weist der Verein „Deutschland sicher im Netz“ hin.

Das Internet vergisst nichts

Und auch Kinder müssen vorsichtig mit Bildern umgehen. Denn das Internet vergisst fast nichts. Wer einmal online etwas geteilt habe, gebe der jeweiligen Plattform Rechte an dem Bild, erklärt der Verein und rät vor dem Teilen: Immer überlegen, ob ein bestimmtes Bild auch Jahre später noch zu sehen sein soll. Denn einmal in den Umlauf gebrachte Fotos ließen sich im Netz nur sehr schwer löschen.

Einen Geotag, der zeigt, wo das Bild entstanden ist, sollten Kinder - und Eltern - besser nicht setzen. Sonst sind Rückschlüsse auf Wohnort oder Schule möglich.

Ein weiterer Rat: Ist auf einem Bild zu sehen, wo das Kind unterwegs ist, sollte es dieses Foto lieber zeitlich versetzt teilen. Sinnvoll ist außerdem eine Kontoeinstellung, mit der nur befreundete und bekannte Menschen die Inhalte sehen können.

Gemeinsam mit dem Thema beschäftigen

Der Verein rät Eltern, mit ihren Kindern den kostenlos unter „sicher-im-netz.de“ herunterladbaren Ratgeber durchzublättern, der neu zum Internationalen Tag der Kinderrechte veröffentlicht wurde.

Spezielle Eltern-Seiten erklären Hintergründe, Seiten für die Kinder erläutern wichtige Punkte auf einfache und verständliche Weise. Neben Bildern und Identitätsdiebstahl geht es zum Beispiel auch um sicheres Surfen, Künstliche Intelligenz oder Belästigung im Netz.

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