Budgets, Beihilfe & Co.
Was tun? Wenn das Geld in der Ausbildung immer knapp ist

14.06.2024 | Stand 28.06.2024, 22:03 Uhr |

Eine Person hält Geldscheine in den Händen - Mit vollen Händen Geld ausgeben? In der Ausbildung ist das in der Regel keine gute Idee - sonst ist das Gehalt schnell weg. - Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Viele Auszubildende kennen es: Kaum ist das Gehalt da, schon ist es wieder ausgegeben. Das muss aber nicht sein. So können Betroffene nachbessern.

Mit dem Ausbildungsstart verdienen viele junge Menschen ihr erstes eigenes Geld. 690 Euro sind es Minimum. Manche kommen damit gut über die Runden, bei anderen reicht das Geld womöglich nur bis zur Monatsmitte. Was können letztere besser machen?

Prof. Michael Heuser vom Deutschen Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) rät, zunächst mithilfe eines Haushaltsbuchs zu dokumentieren, welche Einnahmen reinkommen und wofür das Geld Monat für Monat ausgegeben wird. Das schafft ein Gefühl dafür, wohin das Geld fließt, und wo womöglich Verbesserungspotenzial besteht. Gerade Spontankäufe, Handykosten, Streaming- und Fitnessstudio-Abos können sich zu einer ordentlichen Summe addieren.

Zudem hilft es, gewisse Budgets festzulegen - etwa für Miete, Essen, Kleidung und Freizeit und diese auch einzuhalten. Den täglichen Bedarf rät Heuser mithilfe einer Einkaufsliste zu besorgen, um Spontankäufe zu vermeiden. Brauchbare, aber günstigere Kleidung gibt es etwa auch im Second-Hand-Laden.

Wer für die Ausbildung aus dem Elternhaus ausziehen musste, hat durch die Wohnkosten natürlich eine größere finanzielle Belastung zu schultern. Aber auch hier kann gespart werden, gibt Sally Peters vom Institut für Finanzdienstleistungen zu bedenken. Ein Azubi-Wohnheim oder eine WG könnten Alternativen zur eigenen Wohnung sein. 

Wenn all das nicht hilft, können manche Auszubildende staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. Das können zum Beispiel die Berufsausbildungsbeihilfe oder das Wohngeld sein. Welche Voraussetzungen jeweils gelten, erfahren Interessierte bei der Bundesagentur für Arbeit beziehungsweise der örtlichen Wohngeldstelle ihrer Kommune.

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