Berlin | 16.09.2016 | 05:50 Uhr
Flüchtlinge als Kraftfahrer? Kritik und Protest gegen Merkel-Plan

Symbolfoto: Birgmann
Symbolfoto: Birgmann
Der Bund Deutscher Berufs-Kraftfahrer (BDBK) und die Bundesvereinigung der Berufskraftfahrerverbände lehnen die Vorschläge von Kanzlerin Angela Merkel zur vereinfachten Umschreibung von Flüchtlings-Führerscheinen, um den Beruf des Kraftfahrers ergreifen zu können, strikt ab. Merkel hatte sich für ein Darlehensprogramm für die Umschreibung syrischer Fahrerlaubnisse und den Abbau bürokratischer Hürden ausgesprochen, um Flüchtlinge schneller in Arbeit zu bringen, und darauf hingewiesen, dass Kraftfahrer überall gesucht würden.
"Wir sagen ganz klar Nein dazu", sagte der Vorsitzende des BDBK, Wolfgang Westermann, der auch Präsident der Bundesvereinigung der Berufskraftfahrverbände ist, Donnerstag der PNP. Für den Beruf des Kraftfahrers benötige man eine gründliche und qualifizierte Ausbildung. "Man kann nicht jeden auf einen Vierzigtonner setzen und damit losfahren lassen", sagte er. "Damit löst man keine Probleme." Zwar würden Spediteure händeringend Fahrer suchen, doch handele es sich bei Berufskraftfahrern um hochqualifizierte Kräfte mit großer Erfahrung im Straßenverkehr. − ah



