Grafenau
Sedlbauer geht Vollautomatisch in die Zukunft

23.05.2024 | Stand 23.05.2024, 5:00 Uhr

Die neuen automatischen Hochregale am Anfang des Laser- und Stanzbereiches. − F.: Nigl

In diesem Jahr hat die Sedlbauer AG wahrlich Grund zum Feiern – nämlich das 125-jährige Bestehen. Und damit es weiter mit Vollgas in Richtung Zukunft geht, wird viel Geld in die Hand genommen.

Genaue Zahlen will der kaufmännische Leiter Tobias Feilmeier nicht nennen, nur so viel, es sind mehrere Millionen Euro. Produktionsleiter Sebastian Groß erklärt, dass der Laser- und Stanzbereich sprichwörtlich den Anfang macht – der Bereich der Anlieferung der Rohprodukte wird so weit wie möglich vollautomatisiert werden. Arbeitsplätze werde dies laut Feilmeier nicht kosten, die in diesem Bereich beschäftigten Menschen würden an anderen Positionen im Unternehmen eingesetzt. Neben der Senkung der Produktionskosten habe die Automatisierung noch einen anderen positiven Effekt – nämlich eine große Einsparung an Energiekosten.

Lösungen für hochwertige Teil- und Komplettsysteme

In ihrem Internetauftritt bezeichnet sich die Sedlbauer AG selbst als ein weltweit aktiver Lösungsanbieter für hochwertige Teil- und Komplettsysteme in den Bereichen elektromechanische Baugruppen und Systeme, Medizintechnik, induktive Komponenten und Elektromobilität. Blickt man auf die Firmengeschichte zurück, findet man ein Auf und Nieder. Seit 1899 bereits gibt es das Unternehmen. Gegründet wurde es in der Landeshauptstadt München. 1961 siedelte Sedlbauer auch aus Förderungsgründen dann nach Grafenau um. 1990 wurde im Gewerbegebiet Reismühle auf 44000 Quadratmetern ein neues Werk aufgebaut, in dem 500 Leute beschäftigt wurden. Finanziert wurde das durch den Börsengang und die Gründung der Sedlbauer Aktiengesellschaft. Anfang der 90er hatte die Sedl-bauer AG um die 600 Mitarbeiter, während der 2000er-Krisenjahre musste jedoch viel Personal abgebaut werden.

Tag der offenen Tür im September

Mittlerweile sei die Konsolidierung des Unternehmens gelungen, so der kaufmännische Leiter Tobias Feilmeier. Das Sedlbauer-Werk in Grafenau mit seinen 200 Beschäftigten und die 100-Mann-Niederlassung in Tschechien (hier werden Transformatoren gebaut) haben wieder einen guten Ruf in der Branche. „Wir liefern Qualität, und der Markt ist bereit, diese auch entsprechend zu bezahlen“ bilanziert Feilmeier.

Das 125-Jährige wird mit einem Tag der offenen Tür am 22. September gefeiert.