In der Nacht zu Donnerstag
Nach Einführung zusätzlicher Optionen für zahlende Kunden: Störungen bei Twitter

09.02.2023 | Stand 09.02.2023, 11:46 Uhr

Beim Kurznachrichtendienst Twitter ist es in der Nacht zu Donnerstag zu Störungen gekommen. −Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

Tausende Mitglieder haben Probleme bei der Nutzung von Twitter gemeldet - nur kurz nach der Einführung zusätzlicher Optionen für zahlende Nutzerinnen und Nutzer der Plattform.





„Twitter könnte für einige von euch nicht wie erwartet funktionieren“, twitterte das Unternehmen selbst am Mittwoch (Ortszeit). Twitter entschuldigte sich für die Probleme und erklärte, bereits an einer Lösung zu arbeiten.

Das dem Milliardär Elon Musk gehörende Unternehmen hatte am selben Tag zahlenden Usern die Möglichkeit eingeräumt, Tweets mit bis zu 4000 Zeichen abzusetzen - die normale Länge der Botschaften liegt bei 280 Zeichen. Twitter erklärte dazu, die langen Tweets würden auf der Timeline weiterhin nur bis zu 280 Zeichen angezeigt, über einen „Mehr anzeigen“-Button könne die gesamte Länge aufgerufen werden.

Musk entließ die Chefetage



Viele Nutzerinnen und Nutzer der Plattform beschwerten sich daraufhin über Probleme beim Absetzen von Tweets und beim Senden von Nachrichten. Andere erhielten die Mitteilung, dass sie angeblich das tägliche Limit von 2400 Tweets bereits erreicht hätten, wie Einträge der Beschwerdeplattform „Downdetector“ zeigten. Auch die Anwendung Tweetdeck zur Verwaltung der Konten funktionierte bei einigen Betroffenen nicht richtig.

US-Medienberichten zufolge wies Musk die Belegschaft an, andere Arbeiten zu unterbrechen und sich prioritär mit der Störung zu beschäftigen. Der Unternehmer hatte den Internetdienst nach einem langem Übernahme-Streit Ende Oktober für 44 Milliarden Dollar gekauft. Seitdem geht es bei dem Unternehmen drunter und drüber. Musk entließ die Chefetage und die Hälfte der Belegschaft, zuletzt machte Twitter zudem mit ausstehenden Mietzahlungen in Millionenhöhe Schlagzeilen.

− afp