Spielehersteller
Ravensburger steigert Umsatz vor allem wegen Sammelkarten

30.01.2024 | Stand 01.02.2024, 6:52 Uhr |

Ravensburger AG zieht Bilanz - Mehrere Spiele des Spieleherstellers Ravensburger stehen übereinander. - Foto: Felix Kästle/dpa

Auf den Corona-Boom folgte 2022 ein leichter Umsatzrückgang. Im vergangenen Jahr konnte Ravensburger seine Erlöse wieder kräftig ankurbeln. Dank eines neuen Produkts.

Der Spielehersteller Ravensburger hat seinen Umsatz vor allem wegen eines neuen Sammelkartenspiels im vergangenen Jahr gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Erlöse um 11,6 Prozent auf 669 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. 2022 war der Umsatz nach einem Corona-Boom während noch um sechs Prozent gesunken. Eine Prognose für dieses Jahr gab ein Sprecher auf Anfrage nicht ab.

„Gerade vor dem Hintergrund der globalen Wirtschaftslage können wir mit dem vergangenen Geschäftsjahr sehr zufrieden sein“, sagte Vorstandschef Clemens Maier laut Mitteilung. Auch bei der Profitabilität habe sich Ravensburger verbessert, hieß es. „Angesichts der erschwerten Marktbedingungen haben wir im vergangenen Jahr mit einem effizienten Kostenmanagement erfolgreich gegengesteuert“, teilte Finanzchef Hanspeter Mürle mit. Genaue Angaben zum Ergebnis machte das Unternehmen nicht.

Neugeschäft mit Sammelkarten

Die Umsatzsteigerung sei vor allem auf das Neugeschäft mit Sammelkarten zurückzuführen. Seit drei Jahren investiere Ravensburger bereits erheblich, um erfolgreich in diesem Markt zu starten. Genaueres zu den Investitionen teilte der Sprecher nicht mit. Das selbst entwickelte Sammelkartenspiel „Disney Lorcana“ kam im August auf den Markt. Das Kartenset sei nach wenigen Tagen bei allen Händlern ausverkauft gewesen. Inzwischen seien die Engpässe überwunden.

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