Neu auf Netflix & Co
Streamingtipps: Neue Star-Wars-Serie, Fußball-EM, Karl Lagerfeld und Cyndi Lauper

08.06.2024 | Stand 08.06.2024, 18:01 Uhr |

„Fußballwunder: Von Bern bis Berlin“ – Die Dokumentation von Regisseur Manfred Oldenburg erinnert an die Höhen und Tiefen der deutschen Herren-Nationalelf seit 1954. − Foto: Broadview, imago, teleschau

Vom Wunder von Bern über Cyndi Lauer bis hin zu Karl Lagerfeld – diese Woche stehen stehen einige Klassiker auf dem Programm. Was diese Woche neu in den Streamingdiensten läuft, verrät unsere Übersicht.



Alle Streamingtipps können Sie auf unserer Sonderseite nachlesen.

Becoming Karl Lagerfeld

Wie wurde der am 19. Februar 2019 verstorbene Karl Lagerfeld zu dem genialen Modeschöpfer, der er war? Diese Frage versucht die sechsteilige Serie „Becoming Karl Lagerfeld“ zu beantworten. Entstanden nach dem biografischen Roman „Kaiser Karl“ von Raphaëlle Bacqué, die auch am Drehbuch mitarbeitete, wird Lagerfelds Leben von 1972 bis 1981 und damit der Aufstieg des anfangs unsicheren Deutschen gezeigt – zu Beginn der Serie noch mit Vollbart statt ikonographischem Zopf.

Karl (Daniel Brühl) lebt mit Mutter (Lisa Kreuzer) in Paris. Anders als bei seinem Freund, dem berühmten Yves Saint Laurent (Arnaud Valois), traut man ihm nicht zu, in die Riege der großen Modeschöpfer vorzudringen. Doch Lagerfeld will eine eigene Kollektion herausbringen und bereitet eine Modeschau vor. Gleichzeitig verfolgt man mit Dandy Jacques de Bascher (Théodore Pellerin) einen zweiten Protagonisten. Er soll die große Liebe des Modepapstes gewesen sein. Der echte de Bascher starb 1989 mit 38 Jahren an Aids. Die 70er-Jahre-Ausstattung der mit viel Disko- und Popmusik gefüllten Serie samt Original-Soundtrack von Evgueni und Sacha Galperine („The Undoing“, „Scene from a Marriage“) wissen zu überzeugen.
Disney+ ab 7. Juni

Von Bern bis Berlin

Am 4. Juli 1954 wird Deutschland mit einem 3:2-Sieg gegen Ungarn erstmals Fußball-Weltmeister. 70 Jahre ist das „Wunder von Bern“ demnächst her. Filmemacher Manfred Oldenburg („Das letzte Tabu“, „Kroos“) nimmt das Jubiläum und die am 14. Juni beginnende Heim-EM zum Anlass, mit dem Dokumentarfilm „Fußballwunder: Von Bern bis Berlin“ auf Höhe- und Tiefpunkte der deutschen Elf seit 1954 zu blicken. In Archiv-Interviews kommen unter anderem die WM-Spieler Ottmar Walter (1954), Uwe Seeler (1966), Berti Vogts und Bernd Hölzenbein (1974), Karl-Heinz Rummenigge (1982, 1986), Rudi Völler (1990) sowie Philipp Lahm (2006, 2010, 2014) zu Wort. Auch wenn die meisten erzählten WM-Geschichten Fußball-Kennern vertraut sein dürften: Als Crashkurs des emotionalen Miteinanders von Nationalelf und Nation ist der 90-Minüter ein guter Warmmacher für die Heim-EM 2024. MagentaTV, seit 1. Juni

Star Wars: The Acolyte

Disney dreht die Zeit zurück, die Jedi feiern ein Comeback mit der Serie „Star Wars: The Acolyte“. Sie spielt in der Blütezeit ihres Ordens, etwa 100 Jahre vor den Ereignissen in „Star Wars: Episode I“. Es seien „mehr Jedi als in jedem Star-Wars-Content zuvor“ zu sehen, verspricht Leslye Headland. Die Schöpferin der Serie fokussiert auf die dunkle Seite der Macht und erzählt, „wie die Sith die Jedi infiltriert haben. Es ist eine von den Sith geführte Geschichte, was es so noch nie gegeben hat“.

Als Jedi kaltblütig ermordet werden und auch „Matrix“-Star Carrie Anne Moss als Jedi-Meisterin nichts mehr ausrichten kann, muss Jedi-Meister Sol (Lee Jung-jae) mit der abtrünnigen Padawan Mae (Amandla Stenberg) zusammenarbeiten. Sie erkennen, dass mächtigere, bösartigere Kräfte am Werk sind, als sich die Jedi jemals hätten vorstellen können. Disney +, seit 5. Juni (weitere Folgen im Wochentakt)

Cyndi Lauper: Let The Canary Sing

Cyndi Lauper war die schrillste Künstlerin der 80er Jahre. Mit „Cyndi Lauper: Let The Canary Sing“ wird die 70-Jährige nun mit einem Dokumentarfilm gewürdigt. Unter Regisseurin Alison Ellwood blickt der Film auf Cyndi Laupers Leben zurück: Als Kind, so erfährt man, besuchte Lauper eine katholische Schule und ließ sich schon damals von keinem etwas sagen. Früh begann sie, eigene Musik zu schreiben, später trat Lauper mit Coverbands und der von ihr gegründeten Band Blue Angel auf. Ihren Durchbruch erreichte sie Anfang der 1980er. „Cyndi tat einfach, was sie tat“, erinnert sich Musiker Boy Georg. „Sie sagte: Frauen schaffen das“, erzählt ihr Wegbegleiter. Denn Cyndi Lauper setzte sich auch vehement gegen die Diskriminierung von Angehörigen der LGBT-Gruppe ein. In der Serie kommen neben der Sängerin selbst und Boy George auch weitere Wegbegleiter wie Schauspieler Billy Porter, ihr ehemaliger Manager David Wolff und Sängerin Patti LaBelle zu Wort.
Paramount+, ab 5.6.24

− tsch