Musikpreis-Verleihung im März
Ehren-Oscars gehen an Musikproduzent Quincy Jones und Casterin Juliet Taylor

13.06.2024 | Stand 13.06.2024, 19:00 Uhr |

Casterin Juliet Taylor (links) und Musikproduzent Quincy Jones. − Fotos: imago/dpa

Im März 2025 werden die nächsten Oscar-Trophäen verliehen, einige Preisträger stehen jetzt schon fest. Ehren-Oscars gehen an den Musikproduzenten Quincy Jones und an die Casterin Juliet Taylor.

Auch die Bond-Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson sowie Drehbuchautor Richard Curtis erhalten besondere Auszeichnungen, wie die Oscar-Akademie am Mittwoch in Beverly Hills bekanntgab. Die Ehrenpreise sollen bei der 15. „Governors Awards“-Gala am 17. November in Los Angeles überreicht werden.

„Jones ist ein künstlerisches Genie“



Der 91 Jahre alte Quincy Jones zählt zu den erfolgreichsten Produzenten der Musikgeschichte. Er hat unter anderem Filmmusik („In der Hitze der Nacht“, „Die Farbe Lila“) komponiert, Spielfilme auf die Leinwand gebracht und TV-Serien mitentwickelt. 1982 produzierte er Michael Jacksons Hit-Album „Thriller“. Die Akademie würdigte ihn als „künstlerisches Genie“.

Juliet Taylor stellte als Casterin die Besetzung für über Hundert Filme zusammen, darunter „Der Stadtneurotiker“, „Blue Jasmine“, „Taxi Driver“, „Schlaflos in Seattle“ und „Schindlers Liste“. Sie ist seit über 50 Jahren im Filmgeschäft und arbeitete mit Regie-Größen wie Nora Ephron, Woody Allen, Martin Scorsese und Steven Spielberg zusammen.

Awards geschüttelt, nicht gerührt



Die US-Filmproduzentin Barbara Broccoli (65) und ihr Halbbruder Michael G. Wilson (82), bekannt für die Produktion der James-Bond-Filmreihe, werden den „Irving G. Thalberg Memorial Award“ erhalten. Der Preis ist für Produzenten vorgesehen, deren Arbeit eine „konstant hohe Qualität“ zeigt.

Broccolis Vater, Albert Broccoli (1909-1996), der die Bond-Reihe in den 60er Jahren mit begründet hatte, wurde 1982 mit dem Thalberg-Preis gewürdigt. Der neuseeländische Drehbuchautor Richard Curtis („Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, „Notting Hill“, „Bridget Jones-Schokolade zum Frühstück“) wird für sein soziales Engagement mit dem Jean-Hersholt-Preis ausgezeichnet.

Bei den letzten Governors Awards im Januar wurden Komiker-Legende Mel Brooks („Der wilde wilde Westen“), Schauspielerin Angela Bassett („Tina - What‘s Love Got To Do With It?“) und die Filmeditorin Carol Littleton mit Ehren-Oscars geehrt.

− dpa