Nationalmannschaft
Schweinsteiger: Streit um Torwart-Trainer könnte belasten

23.09.2023 | Stand 24.09.2023, 21:33 Uhr

Julian Nagelsmann - Julian Nagelsmann ist der neue Nationaltrainer. - Foto: Jörg Halisch/dpa

Bastian Schweinsteiger sieht mögliche Nachwirkungen des damaligen Streits um einen Vertrauten von Manuel Neuer für den neuen Bundestrainer.

Aus Sicht von Ex-Weltmeister Bastian Schweinsteiger könnte der Zoff aus Julian Nagelsmanns Bayern-Zeit um Torwart-Trainer Toni Tapalovic womöglich zu Nachwirkungen im Nationalteam führen. «Wenn das Thema vielleicht nicht ausgeräumt ist, was ich hoffe, dass es schon ist, dann könnte das natürlich belastend sein», sagte der 39 Jahre alte Ex-Profi in einem Beitrag der «Sportschau». Tapalovic, der Vertrauter des derzeit noch nicht wieder spielfähigen DFB-Keepers Manuel Neuer beim FC Bayern war, hatte unter Nagelsmann seinen Posten beim Münchner Rekordmeister räumen müssen.

Das Verhältnis von Nagelsmann zu Neuer hatte beim FC Bayern im Zuge der schweren Beinverletzung des Torwarts arg gelitten. Auf die Frage, ob ein gesunder Neuer die Chance hätte, bei ihm die Nummer 1 bei der EM zu sein, ließ Nagelsmann bei seiner Vorstellung am Freitag in Frankfurt/Main offen: «Das Allerwichtigste ist - und das habe ich auch als Bayern-Trainer gesagt -, dass wir Manu die nötige Zeit geben, gesund zu werden und wieder hundert Prozent Leistungsfähigkeit zu kriegen. Wenn die Situation eintrifft, werden wir das bewerten.»

Der FC Bayern hatte sich im März von Nagelsmann getrennt. Neuer arbeitet nach seinem Skiunfall und einer Unterschenkelfraktur im Dezember vergangenen Jahres weiter an seinem Comeback bei den Bayern und in der Nationalmannschaft. Nagelsmann hat einen Vertrag bis zum 31. Juli kommenden Jahres nach der Heim-EM unterschrieben.

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