Verkehr

Schleuser mit fünf Menschen flüchtet mit bis zu 220 km/h

07.12.2022 | Stand 07.12.2022, 20:07 Uhr

Polizei - Ein Streifenwagen der Polizei steht auf einer Straße. - Foto: Guido Kirchner/dpa/Symbolbild

Mit bis zu 220 Stundenkilometern ist ein mutmaßlicher Schleuser mit fünf Menschen im Auto in Oberbayern vor der Bundespolizei geflüchtet. Unter dem Einfluss von THC sei er dabei von Freilassing (Landkreis Berchtesgadener Land) aus über die Bundesstraße 20 gerast, teilte die Bundespolizei am Dienstag mit. Knapp 50 Kilometer weiter endete die Verfolgungsfahrt, an der mehrere Polizeistreifen beteiligt waren, in einem Feld bei Burgkirchen an der Alz (Landkreis Altötting).

Der 48-Jährige habe alle Anhaltesignale der Beamten ignoriert und sei dann auf das Gaspedal getreten. Die Bundespolizisten fuhren dem Wagen hinterher. Dabei fuhr der 48-Jährige unter anderem mit Tempo 100 durch eine Ortschaft und mit Tempo 220 über die Bundesstraße. Etwas später verlor er die Kontrolle über das Auto und blieb in einem Feld stehen. In dem Wagen saßen drei Minderjährige auf der Rückbank, ein weiterer befand sich im Kofferraum und ein 18-Jähriger auf dem Beifahrersitz. Bei allen handelt es sich um Flüchtlinge.

Der 18-Jährige stieg aus dem Auto aus und lief davon, wie es weiter hieß. Nur wenig später fanden die Polizisten den jungen Mann. Er wurde an die österreichischen Behörden übergeben. Die drei Minderjährigen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren wurden dem Jugendamt übergeben. Der 48-jährige Fahrer kam auf Anordnung eines Richters in Untersuchungshaft. Er muss sich unter anderem wegen Einschleusen von Ausländern unter lebensgefährdeten Bedingungen und Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

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