Prozess wegen Hochverrats ab Dienstag
„Reichsbürger“ Maximilian E. aus Bayerwald wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt

14.05.2024 | Stand 14.05.2024, 16:24 Uhr |

Maximilian E. ist einer der mutmaßlichen Köpfe der „Reichsbürger“-Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß. Am 21. Mai startet in Frankfurt der Prozess wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. − Foto: dpa

Der ab kommenden Dienstag in Frankfurt am Main als Verschwörer aus dem Reichsbürgernetzwerk um Heinrich XIII. Prinz Reuß vor Gericht stehende Ex-Oberst Maximilian E. aus Eppenschlag (Landkreis Freyung-Grafenau) ist vom Amtsgericht München wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt worden.



E. erhielt am Dienstag wegen wiederholter Verkehrsdelikte unter Alkoholeinfluss eine Haftstrafe von zehn Monaten ohne Bewährung. Außerdem verhängte das Gericht eine zweijährige Führerscheinsperre.

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E. sei der fahrlässigen Trunkenheit im Verkehr in Tateinheit mit vorsätzlichem Fahren ohne Fahrerlaubnis schuldig, außerdem der Urkundenfälschung, entschied das Gericht. Die Staatsanwaltschaft hatte elf Monate Haft gefordert, die Verteidigung eine milde Strafe.

E. war früher Bundeswehroffizier. Er soll zu den Mitgründern des Reichsbürgernetzwerks um Prinz Reuß zählen, das nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft einen Umsturz plante. In einem Interview gab E. zu, unterirdische Gänge unter dem Reichstag und anderen Parlamentsgebäuden erkundet zu haben. E. steht unter anderem mit Prinz Reuß und der früheren AfD-Bundestagsabgeordneten Birgit Malsack-Winkemann ab Dienstag kommender Woche in Frankfurt vor Gericht.

− afp