Vorsicht
Netflix-Falle per Whatsapp: Die Polizei warnt vor dieser Masche

28.12.2022 | Stand 08.06.2024, 3:29 Uhr

Streaming-Fans aufgepasst: Die Münchner Polizei warnt derzeit vor einer Netflix-Falle via Whatsapp. Auch andere Streamingdienste sind betroffen, heißt es.



News zu aktuellen Betrugsmaschen in der Region lesen Sie auch auf unserer Sonderseite pnp.de/trickbetrug

Um an die Daten ihrer Opfer zu kommen, versenden Betrüger bundesweit massenweise Nachrichten mit einem speziellen Link. Die Nachrichten sind an Kunden von Netflix, Amazon Prime oder Disney gerichtet. „Es handelt sich um eine Phishing-Masche, um an die Zugangsdaten der Konten zu gelangen“, sagt Saskia Friedl von der Polizei München.

Passwörter oder Kontodaten werden abgefragt



Abgefragt werden dann im Link beispielsweise Passwörter oder Kontodaten. In den Nachrichten wird suggeriert, das jeweilige Konto sei blockiert oder werde innerhalb der nächsten 48 Stunden abgeschaltet. Die Seiten, auf die die Links leiten, sind optisch an die der jeweiligen Streaming-Anbieter angepasst. Wer nicht aufpasst, läuft also große Gefahr, in die Falle zu tappen. Erkennen kann man den Schwindel an der Adresszeile des Browsers, die verrät, dass man sich eben nicht auf der Homepage des Streaminganbieters befindet.

Sofort die Zugangsdaten ändern und die Bank informieren



Wer dennoch in die Falle getappt ist, sollte sofort seine Zugangsdaten bei dem Dienst ändern, rät die Polizei. Außerdem sollte man unverzüglich seine Bank informieren. Außerdem empfiehlt sie eine Anzeige.

Viele Betrugsmaschen via Whatsapp, SMS und Email



Immer wieder muss die Polizei in Zusammenhang mit Whatsapp, SMS oder EMails vor solchen oder ähnlichen Betrugsmaschen warnen. Besonders beliebt bei Gaunern ist auch der sogenannte Enkel-Trick, mit dem älteren Nutzern vorgegaukelt werden soll, ihr Enkel oder ihre Enkelin sei in einer akuten Notlage und brauchen dafür dringend Geld. Die Polizei warnt deshalb vor allem ältere Bürger, auf keinen Fall etwas zu überweisen oder Unbekannten Geld zu übergeben. Im Zweifel sollte man immer bei der nächsten Polizeidienststelle nachfragen, ob an den Nachrichten etwas dran ist - oder, wie in den allermeisten Fällen, es sich eben nur um eine dreiste Betrugsmasche handelt.