Weihnachtsmärkte
Ministerium gibt Corona-Tipps: Worauf Christkindlmarkt-Besucher achten sollten

23.11.2022 | Stand 08.06.2024, 0:17 Uhr

Von Johannes Hartl

Egal, ob in Passau oder Regensburg, ob in Straubing oder Ingolstadt, ob in Eichstätt oder Roth: Die Menschen zieht es wieder in großer Zahl auf die Christkindlmärkte. Doch auch wenn es keine Regeln mehr gibt, die Corona-Pandemie ist nicht vorbei. Wie also kann ein sicheres Feiern gelingen, ohne sich mit dem Virus anzustecken? Auf Anfrage der Mediengruppe Bayern gibt das bayerische Gesundheitsministerium Tipps.



Weihnachtsbeleuchtung erhellt die Straßen, es gibt Bratwürste, Knackersemmeln und Glühwein, dazu ertönt weihnachtliche Musik: Nach zwei Corona-Jahren ist die Freude bei vielen Menschen groß, dass auf den Christkindlmärkten die Advents- und Weihnachtszeit endlich wieder gefeiert werden kann. Der Ansturm auf die Märkte in der Oberpfalz sowie in Nieder- und Oberbayern dürfte entsprechend stark ausfallen.

Tatsächlich gibt es für die Weihnachtsmärkte keine Corona-Regeln mehr, wie das bayerische Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilt. In den vergangenen Jahren war das noch anders, da sind die Weihnachtsmärkte der Pandemie komplett zum Opfer gefallen. Nun aber kann wieder ungestört gefeiert werden – so wie in Zeiten vor der Pandemie. Doch Regeln hin, Regeln her: Corona ist trotz allem noch immer ein Thema, denn das Virus ist weiter im Umlauf. Für Bayern weist das Robert-Koch-Institut etwa eine 7-Tages-Inzidenz von 108,1 (Stand: 23. November) aus.

Wie hoch ist das Infektionsrisiko auf Weihnachtsmärkten?

Müssen die Besucher also mit einem Infektionsrisiko rechnen, wenn sie auf Weihnachtsmärkten unterwegs sind? „Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel, wie zum Beispiel einem Weihnachtsmarkt, besteht ein nicht zu vernachlässigendes Infektionsrisiko, wenn viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen und nicht durchgehend ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann“, schreibt ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums.

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Mit anderen Worten: Ein gewisses Restrisiko bleibt immer – zumal Corona in der kalten Jahreszeit längst nicht die einzige Virus-Erkrankung ist. In Herbst und Winter ist überhaupt vermehrt mit Atemwegsinfekten zu rechnen. „Dies betrifft nicht nur Covid-19, sondern auch andere akute Atemwegsinfektionen wie zum Beispiel die Grippe“, heißt es vom Ministerium. Allein seit Anfang Oktober sind in Bayern bereits 4515 Patienten mit Influenza gemeldet worden, berichtete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am 14. November.

Mit diesen Tipps können sich Menschen vor Corona schützen

Um sich zu schützen, rät das Gesundheitsministerium weiterhin zu den „allgemeinen Verhaltensempfehlungen“ – beispielsweise dazu, wo immer möglich zu anderen Personen einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Für den Fall, dass so viel Abstand nicht möglich ist, werde das „Tragen mindestens einer medizinischen Gesichtsmaske“ empfohlen, teilt ein Sprecher mit. Zudem sollten Menschen auf eine „ausreichende Handhygiene“ achten, also sich regelmäßig die Hände waschen.

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Auch Impfungen seien ein wirksamer Weg, um sich zu schützen. Deshalb empfiehlt der Ministeriumssprecher: „Menschen, die Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte besuchen wollen, sollten auf einen ausreichenden Impfschutz achten und bei einer vorliegenden Impfindikation Schutzimpfungen unbedingt in Anspruch nehmen.“ Das gelte aber nicht allein für Corona-Impfungen, sondern ebenso für die Grippe- oder Pneumokokkenimpfung.

„Wer krank ist, bleibt zu Hause“

Und zu guter Letzt sollten Menschen, die gerade eine Infektion erwischt hat, generell zu Hause bleiben – egal, ob das Corona oder ein anderer Infekt ist. „Aus Verantwortung für sich und seine Mitmenschen“ sollte man in so einem Fall grundsätzlich darauf verzichten, den Christkindlmarkt zu besuchen, sagt ein Ministeriumssprecher.