Hoffnung für Mitarbeiter
Insolvenzverwalter bestätigt: Mehr als 70 Galeria-Filialen sollen fortgeführt werden

10.04.2024 | Stand 10.04.2024, 17:57 Uhr

Die neuen Eigentümer der insolventen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof werden voraussichtlich mehr als 70 der 92 Filialen fortführen. − Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Die neuen Eigentümer der insolventen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof werden voraussichtlich mehr als 70 der 92 Filialen fortführen. Das teilte Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus am Mittwoch in Essen mit.



Diese Zahl ist demnach Teil der Investorenvereinbarung, die am Dienstag notariell beurkundet wurde. Am Dienstag hatte Regensburgs Oberbürgermeister Gertrud Maltz-Schwarzfischer bereits von einer Übernahme von „gut 70 der 92 Filialen“ gesprochen. „Wir hoffen inständig, dass beide Warenhäuser in Regensburg bestehenbleiben können. Nun müssen wir aber erst einmal abwarten und sehen, wie der neue Eigentümer die Warenhauskette aufstellen und weiterentwickeln will“, sagte sie unserer Mediengruppe.

Neue Eigentümer von Galeria Karstadt Kaufhof gefunden



Bei den neuen Eigentümern handelt es sich um ein Konsortium aus der US-Investmentgesellschaft NRDC und dem deutschen Unternehmer Bernd Beetz. Dies war bereits am Dienstag bekannt geworden. Die unterzeichnete Vereinbarung über die Übernahme tritt jedoch nur dann in Kraft, wenn das Amtsgericht Essen und die Gläubigerversammlung dem von Denkhaus erstellten Insolvenzplan zustimmen. Wenn sie das nicht tun, kommt der Verkauf nicht zustande. Denkhaus will den Insolvenzplan bis Ende April vorlegen. Die Gläubiger kommen am 28. Mai in der Messe Essen zusammen, um darüber abzustimmen.

Drittes Insolvenzverfahren eröffnet



Das Insolvenzverfahren war in der vergangenen Woche eröffnet worden. Galeria hatte Anfang Januar einen Insolvenzantrag gestellt. Es ist die dritte Insolvenz innerhalb von dreieinhalb Jahren. Der bislang zur Signa-Gruppe des Österreichers René Benko gehörende Konzern beschäftigt rund 12.800 Menschen. Durch eine weitere Reduzierung der Anzahl der Filialen dürften Stellen wegfallen. Wie viele das sein werden, ist noch offen.

− dpa/jra