Tiere
Großübung zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest

24.06.2024 | Stand 25.06.2024, 23:21 Uhr |

Wildschwein (Symbolbild) - Ein Wildschwein schaut aus einem Wildschweingehege zum Fotografen. - Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

Mitte Juni wird ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Hessen bekannt. In Niederbayern proben drei Landkreise nun für den Ernstfall.

Die drei niederbayerischen Landkreise Regen, Deggendorf und Freyung-Grafenau wollen am Wochenende den Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest üben. Die gemeinsame Übung sei ein weiterer Schritt zur Vorbereitung auf den Ernstfall, teilte der Amtstierarzt Stefan Wechsler aus dem Landratsamt Regen am Montag mit. 

An diesem Samstag sollen dazu mehrere Suchteams im Gemeindebereich von Regen mit ausgebildeten Suchhunden in Waldstücken unterwegs sein. Zudem werde geübt, wie Kadaver geborgen und entsorgt würden und wie Drohnen zum Einsatz kommen könnten. Auch sollen bei der Übung Zäune und sogenannte Saufänge aufgebaut werden. Dabei kann es nach Angaben des Landratsamtes kurzfristig zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen. Es seien viele Menschen im Einsatz, hieß es.

Mitte des Monats war ein Ausbruch der Schweinepest im benachbarten Bundesland Hessen bekanntgeworden. Bayerns Wirtschafts- und Jagdminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte daraufhin gefordert, Jäger sollten die Wildschweinbestände senken, um das Risiko eines Ausbruchs im Freistaat zu reduzieren. Gleichzeitig bat der Minister, verendete Tiere auf das Virus untersuchen zu lassen. Ein Ausbruch der Seuche hätte laut Aiwanger schwerwiegende Folgen für das Tierwohl und für die Land- und Forstwirtschaft in Bayern. „Vorbeugender Schutz und große Anstrengungen aller Beteiligter sind jetzt das Gebot der Stunde.“

Die ansteckende Viruserkrankung betrifft Haus- und Wildschweine und verläuft fast immer tödlich. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine durch eine Impfung zu schützen. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung und Schuhe sowie Futter durch den Menschen übertragen werden. Für Menschen und andere Tierarten ist die Krankheit nicht ansteckend oder gefährlich.

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