Zölle auf Chinas E-Autos
BMW-Chef kritisiert EU-Entscheidung: Protektionismus

12.06.2024 | Stand 13.06.2024, 23:34 Uhr |

BMW in China - Ein Mann arbeitet im Tiexi-Werk in China von BMW Brilliance Automotive (BBA). - Foto: Pan Yulong/XinHua/dpa/Archiv

BMW-Vorstandschef Oliver Zipse hat die EU-Pläne für Zölle auf E-Autos aus China kritisiert. Das „ist der falsche Weg. Die EU-Kommission schadet damit europäischen Unternehmen und europäischen Interessen“, sagte Zipse am Mittwoch. Protektionismus könne eine Spirale in Gang setzen, Zölle führten zu neuen Zöllen und Abschottung. „Aus Sicht der BMW Group tragen protektionistische Maßnahmen wie die Einführung von Importzöllen nicht dazu bei, im Wettbewerb auf internationalen Märkten zu bestehen.“

BMW baut in China den elektrischen SUV BMW iX3 und den elektrischen Mini Cooper auch für den europäischen Markt. Umgekehrt exportiert BMW aus dem niederbayerischen Dingolfing die Modelle 4, 6, 7, i7 und 8 nach China.

Die EU-Kommission hatte am Mittwoch hohe vorläufige Strafzölle auf E-Autos aus China angedroht. Ob Hersteller die Zölle von bis zu 38,1 Prozent tatsächlich zahlen müssen, hängt den Angaben zufolge davon ab, ob mit China eine andere Lösung gefunden werden kann.

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