Unglück am Höllentalferner
Bergsteiger entdecken an Zugspitze Leiche von jungem Mann

12.06.2024 | Stand 13.06.2024, 9:31 Uhr |

 − Symbolbild: dpa

Drei Bergsteiger haben am Mittwochnachmittag im Aufstieg zur Zugspitze eine traurige Entdeckung gemacht: Unweit des Einstiegs zum Gipfelklettersteig fanden sie die Leiche eines Mannes im Schnee.



Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte, fanden die Bergsteiger die Leiche auf dem Höllentalferner. Sie setzten einen Notruf ab, ein Notarzt konnte nur noch der Tod des 34-jährigen Bergsteigers feststellen. Die drei Alpinisten wurden per Rettungshubschrauber ins Tal gebracht und durch den Kriseninterventionsdienst der Bergwacht betreut.

Polizei: 34-Jähriger war wohl ohne Begleitung unterwegs



Zwei Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe der Grenzpolizei Murnau am Staffelsee übernahmen die Unfallaufnahme am Unglücksort, die Bergung des Leichnams und die Ermittlungen im Todesfall. Die Polizei vermutet, dass sich der tödliche Absturz schon im Laufe des Dienstags ereignet hatte. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit war der Bergsteiger ohne Begleitung im Aufstieg unterwegs“, so die Ermittler. „Der Sturz erfolgte aus großer Höhe aus dem Klettersteig auf den Ferner.“ Dort sei der 34-Jährige noch weitere rund 100 Meter auf dem Schnee talwärts gerutscht. „Die erlittenen Verletzungen dürften unmittelbar zum Tod geführt haben“, so die Polizei. Der genaue Unfallhergang ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Warnung der Polizei und Bergwacht



Die Alpine Einsatzgruppe der Polizei und die Bergwacht weisen darauf hin, dass in höheren Lagen immer noch sehr viel Schnee bei relativ winterlichen Verhältnissen vorzufinden ist. Für Bergtouren bedarf es derzeit eines guten Risikomanagements.

− cav