Schüler und Azubis

Bayern fördert 365-Euro-Ticket bis 2025

07.12.2022 | Stand 07.12.2022, 14:31 Uhr

Christian Bernreiter - Christian Bernreiter (CSU), Verkehrsministerin von Bayern, spricht zur Presse. - Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild

Bayern verlängert die Förderung des 365-Euro-Tickets bis 2025. Dies hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. In den Verkehrsräumen rund um die Ballungsräume München, Nürnberg, Würzburg, Regensburg, Augsburg und Ingolstadt profitieren bereits Schülerinnen, Schüler und Auszubildende von dem vergünstigten Jahresticket. Nach Angaben von Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sollen die Region Aschaffenburg und die Landkreise Neu-Ulm sowie Lindau auf dem Weg zur Einführung unterstützt werden.

Der Freistaat erstattet den Verkehrsverbünden, die das Ticket anbieten, Zweidrittel der Mindereinnahmen. In der Region Aschaffenburg solle das 365-Euro-Ticket zum Beginn des neuen Schuljahres am 1. August 2023 starten können. In gleicher Weise unterstützt der Freistaat eine Einführung im Landkreis Neu-Ulm.

Rund 60 Prozent der Schüler und Azubis im Land profitiere von dem Ticket, sagte Bernreiter. Damit sei das Ziel aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt. Eine Evaluierung sei aufgrund der Corona-Krise und des zwischenzeitlich gültigen 9-Euro-Tickets nur schwer möglich. Künftig sei es eine Ergänzung zum Deutschlandticket von 49 Euro pro Monat, welches 2023 eingeführt werden soll. Hier seien aber weiterhin zur Abrechnungssystematik und dem tatsächlichem Nutzerverhalten noch viele Fragen offen.

«Klar ist aber, dass nicht alle Kunden auf das Deutschlandticket umsteigen werden», hieß es in der Mitteilung der Staatskanzlei zur Kabinettssitzung. Das 365-Euro-Ticket behalte gerade für alltägliche Fahrten und für die soziale Teilhabe junger Menschen seine Notwendigkeit und Relevanz, und sei ein wichtiges Angebot zur frühzeitigen Bindung junger Menschen an den ÖPNV.

Zusätzlich beschloss das Kabinett, dass auch sogenannte Verbundraumerweiterungen möglich sind. Über die Erweiterungen der Verkehrsverbünde etwa im ländlichen Raum rund um die Ballungszentren entscheiden die Kommunen vor Ort.

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