Bayerischer Jagdverband
Abwahl gescheitert: Ernst Weidenbusch bleibt BJV-Präsident

11.03.2023 | Stand 17.09.2023, 1:08 Uhr |
Horst Richter

Ernst Weidenbusch, Präsident des Bayerischen Jagdverbands, eröffnet die Landesversammlung des Bayerischen Jagdverbands. −Foto: dpa

Das monatelange Gezerre innerhalb des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) hat vorerst ein Ende. Der amtierende Präsident Ernst Weidenbusch, der auf Bestreben von 21 Kreisgruppen aus dem Amt entfernt werden sollte, konnte sich am Samstagnachmittag beim Landesjägertag in Hof in einer von seinen Gegnern angestrengten Abstimmung relativ deutlich behaupten. Damit ist die von seinen Kritikern geplante Abwahl gescheitert.



706 Stimmberechtigte waren anwesend, 9 Stimmen waren ungültig. 291 Mitglieder stimmten für die Abwahl Weidenbuschs, 392 waren dagegen. Der Rest der Anwesenden enthielt sich der Stimme. Die Landesversammlung des Bayerischen Jagdverbandes hatte sich bereits viele Stunden mit anderen Themen hingezogen, bis es zum Antrag der BJV-Kreisgruppe Dachau kam, Ernst Weidenbusch abzuwählen. Der Antrag, die Abstimmung vorzuziehen, war gleich zu Beginn des Landesjägertages gescheitert.

Aussprache vor der Abstimmung



Weidenbusch hatte jedoch eingeräumt, dass es in Sachen Kommunikation zwischen ihm und den Kreisgruppen nicht immer optimal gelaufen war, er habe sich dafür bei all den Vorhaben seit seinem Amtsantritt nicht immer die Zeit dafür genommen. Gegner und Befürworter des Präsidenten hatten in einer Aussprache vor der Abstimmung noch einmal ihre Argumente offengelegt, weshalb Weidenbusch aus ihrer Sicht gehen oder bleiben sollte. Am Ende behielten die Befürworter des Präsidenten die Oberhand.

Als Hauptgegner des Präsidenten galt Ernst-Ulrich Wittmann von der Kreisgruppe Dachau, er hatte den Antrag auf die Abwahl offiziell gestellt. Weidenbusch war vorgeworfen worden, ein Regime der Angst und Unterdrückung zu führen und die Kommunikation mit den Kreisgruppen zu vernachlässigen. Er sagte nach der Abstimmung, die Kritik als Auftrag zu sehen diesen Punkt künftig zu verbessern. Ob damit ein Schlussstrich unter die Querelen gezogen ist, bleibt abzuwarten.