Der frühere Bundesinnenminister Hans- Peter Friedrich (CSU) schlägt Alarm: Die Entscheidung, die Flüchtlinge aus Ungarn unkontrolliert und unregistriert ins Land zu lassen, sei "eine beispiellose politische Fehlleistung" der Bundesregierung und werde "verheerende Spätfolgen" haben, sagte Friedrich im Gespräch mit der Passauer Neuen Presse. Trotz aller menschlich anrührenden Gesten, die die Gesellschaft vielerorts bei der Ankunft der Flüchtlinge zeige, sei es "die Aufgabe der Politik, über den Tag hinaus zu denken und Entscheidungen für die Zukunft zu treffen". Angesichts der Flüchtlingsströme, die sich ohne polizeiliche Prüfung durch Deutschland bewegten, müsse man feststellen: "Wir haben die Kontrolle verloren."
Laut Friedrich ist es "völlig unverantwortlich, dass jetzt Zig-tausende unkontrolliert und unregistriert ins Land strömen, und man nur unzuverlässig genau abschätzen kann, wie viele davon IS-Kämpfer oder islamistische Schläfer sind". Er hoffe, so der CSU-Politiker weiter, "dass dieses nicht noch zu einem bösen Erwachen führen wird. Ich bin jedenfalls überzeugt, dass kein anderes Land der Welt sich so naiv und blauäugig einer solchen Gefahr aussetzen würde."
Friedrich fordert, die Flüchtlinge müssten bereits vor den Grenzen Europas registriert und soweit wie möglich überprüft werden. "Aus Sicherheitsgründen, aber auch zur Kontrolle der Einhaltung der Flüchtlingsquoten in Europa werden wir schon bald Grenzkontrollen wieder einführen müssen. Auch wenn sich jetzt die offiziellen Erklärungen noch dagegen aussprechen, täte die Bundesregierung gut daran, sich auf diese Situation bereits heute vorzubereiten", mahnte der frühere Bundesinnenminister.
Unterdessen haben Sicherheitsbehörden nach PNP-Informationen unter den Asylbewerbern bereits "29 erwiesene Syrien-Kämpfer" identifiziert. Täglich gingen aus Erstaufnahmeeinrichtungen Hinweise auf vermeintliche IS-Kämpfer ein. Kritik gab es deshalb an BND-Chef Gerhard Schindler, der in einem Interview gesagt hatte, dass es keine Hinweise auf Terroristen unter den Flüchtlingen gebe. Berliner Sicherheitskreise: "Das Interview entspricht nicht mehr der Realität.
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