Unwetter im Frühsommer
Stadt Landshut setzt auf Frühwarnsystem – Katastrophenschutz verteilt präventiv Sandsäcke

18.06.2024 | Stand 18.06.2024, 12:31 Uhr |

Von Mittwoch bis Freitag können Sandsäcke abgeholt werden. − Foto: Stadt Landshut

Starkregenereignisse sind in der Gewittersaison im Frühsommer keine Seltenheit. Damit die Bevölkerung sowie Einsatzkräfte frühzeitig gewarnt werden, setzt der Landshuter Katastrophenschutz seit April auf ein Starkregen-Frühalarmsystem (FAS) des Anbieters Spekter. Zudem werden in dieser Woche Sandsäcke verteilt. Das teilte die Stadt am Dienstag mit.



Die Mitteilung beginnt mit einem Appell an die Bevölkerung: „Die Stadt Landshut empfiehlt dringend, das FAS zu nutzen, insbesondere inmitten der Unwettersaison“. Das FAS alarmiert Bürgerinnen und Bürger demnach vor rasch und kleinräumig auftretenden Starkregen-Gefahren. Eine Alarmierung erfolgt in drei Stufen (S1 bis S3). Benachrichtigt wird die Bevölkerung der Stadt zufolge durch die Starkregen-App, die kostenlos heruntergeladen werden kann. Eine Registrierung ist nicht notwendig. Nach dem Herunterladen können Nutzerinnen und Nutzer direkt „Stadt Landshut“ auswählen.

Das FAS misst in Echtzeit die tatsächliche Niederschlagsmenge per Radarmessung, erfasst lokale Pegelstände und errechnet, ob eine Gefahr vorliegt. Mittels Push-Nachricht über die App geht eine Meldung in drei Stufen an alle Nutzer des Systems.

Befüllte Sandsäcke vorbereitet

Wie die Stadt erklärt, haben nicht zuletzt die anhaltenden Regenfälle sowie das Hochwasser Anfang des Monats den Einsatzkräften wie auch den Betroffenen viel abverlangt. Von einer weiteren Vorsorgemaßnahme des Katastrophenschutzes können die Bürgerinnen und Bürger daher in dieser Woche Gebrauch machen. Am Mittwoch und Donnerstag, jeweils von 14 bis 18 Uhr, sowie am Freitag von 9 bis 12 Uhr werden kostenlos befüllte Sandsäcke angeboten. Abgeholt werden können diese zu den angegebenen Zeiten im Gebäude an der Kiem-Pauli-Straße 10 (ehemalige Panzerhalle) hinter dem Messegelände neben dem Gründerzentrum. Parkmöglichkeiten bestehen vor Ort.

Katastrophenschutzleiter Thomas Schindler ist überzeugt: „Mit entsprechender Vorsorge, rechtzeitiger Warnung und richtigem Verhalten können sowohl die Bürger als auch alle Einsatzkräfte schnell reagieren, Schäden vermeiden und Leben schützen.“

− nm