Start in die Vorbereitung
„Top aufgestellt“: Schalding legt los – mit Wut im Bauch, Leidenschaft und einem Profi-Glücksgriff als Neuzugang

17.06.2024 | Stand 19.06.2024, 14:49 Uhr |

Die Trainer Stefan Köck (hinten r.) und Josef Holler (hinten l.) begrüßten die Neuzugänge hinten v.l. Moritz Bauernfeind, Leon Westner. Jonas Griesbauer, Marius Herzig sowie vorne v.l. Patrick Choroba, Bastian Schmid, Martin Prenaj, Noel Tanzer und Martin Kauschinger. − Foto: Lakota

Der Ball rollt wieder am Reuthinger Weg − und beim ersten Training am Montagabend konnten die Verantwortlichen des SV Schalding noch einen überraschenden Neuzugang präsentieren. Patrick Choroba kommt vom West-Regionalligisten SV Rödinghausen, war dort Profi. Der 28-Jährige spielte auch schon für Verl in der dritten Liga (34 Partien) und komplettiert damit den Schaldinger Kader, der sich nach dem Abstieg aus der Regionalliga wahrlich sehen lassen kann.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Kader. Auch die Mischung aus alt und jung passt“, sagt Trainer Stefan Köck. Choroba war ein Glücksgriff, den Verteidiger verschlug es mit seiner Familie in die Region, seine Frau arbeitet in Bad Griesbach − und da griff Schalding zu.

Hier gibt’s die Bilder vom SVS-Start

Neben Choroba waren auch die weiteren Neuzugänge am Start. Die Keeper Marius Herzig (Sevilla) und Leon Westner (Schalding II), Jonas Griesbauer (Jahn Regensburg II), Martin Kauschinger (Vilzing), Noel Tanzer und Bastian Schmid (aus Hauzenberg) sowie Moritz Bauernfeind und Martin Prenaj aus der eigenen Jugend. Positiv: Auch Johannes Stingl bleibt an Bord, er und Fabian Schnabel fehlten beim Start aber noch urlaubsbedingt. Neben den beiden sind auch weitere Spieler mit viel Regionalliga-Erfahrung beim Bayernligisten geblieben darunter Markus Gallmaier, Chris Brückl, Patrick Drofa oder Dominik Weiß. Aktuell umfasst der SVS-Kader 22 Mann, mit dem verletzten Philipp Knochner (Kreuzbandriss) sind es 23. „Damit sind wir top aufgestellt“, sagt Köck.

Ähnlich sieht es Sportchef Markus Clemens. Er begrüßte die Neuzugänge und dankte den anderen Spielern, dass sie trotz des Abstiegs dem SVS die Treue hielten. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Clemens und machte klar. „Wir haben in den letzten Monaten zusammen viel gelitten und gehen die Sache vielleicht auch mit einer Portion Wut im Bauch an. Aber mit dem heutigen Tag ist die Vergangenheit endgültig abgehakt. Wir blicken nach vorne. Heute beginnt die Zukunft.“

„Werden die Gejagten sein“



Clemens wünscht sich von der neuen Mannschaft Leidenschaft und Zusammenhalt. Die Spieler sollen zudem „Spaß am Fußball“ haben. „Schalding hat immer ausgezeichnet, dass wir nach Rückschlägen noch enger zusammengerückt sind und stärker zurückkamen. Das wird auch dieses Mal so sein.“

Auch Vorstand Wolfgang Wagner richtet das Wort an die Mannschaft. Es sei kein leichtes Jahr gewesen für den Verein, man habe zuletzt alles intensiv aufgearbeitet. „Nun gehen wir mit neuem Elan und mit neuer Leidenschaft an die kommenden Aufgaben. Die Liga wird definitiv nicht leicht, wir müssen uns darauf einstellen, die Gejagten zu sein.“ Die Vorbereitung habe es in sich, so Wagner, mit Testspielen gegen 1860 München und Unterhaching stehen echte Kracher an. „Da wird sich schon zeigen, wohin die Reise geht.“ Der erste Test steht am Samstag beim Kreisklassisten Deggenau an.